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Nachricht vom 21.07.2021    

Recyceln statt Wegwerfen: Aus Kippen werden Ascher

Diese Kippen landen schon nicht mehr auf der Straße. Mehr noch: Sie werden sogar wiederverwertet. Die Stadt Neuwied macht mit bei der Aktion, sammelt Zigarettenstummel, um sie vom Restmüll getrennt wiederzuverwerten und damit einen Beitrag zu mehr Sauberkeit und zum Schutz der Umwelt zu leisten.

Freuten sich über den Start der Aktion (v.r.): die fleißigen „Kippensammler“ und Vertreter von Tobacycle und der Stadt Neuwied mit OB Jan Einig (4.v.l.). Foto: Stadt Neuwied

Neuwied. Hintergrund ist eine Initiative der SPD-Fraktion im Stadtrat. Zu deren Umsetzung wurde die Stadt Fördermitglied im Verein Tobacycle (Köln), der die Wiederverwertung organisiert. Außerdem hat sie zusätzlich zu den vorhandenen Aschern in einem ersten Durchgang vier spezielle Sammelbehälter aufgestellt, da die Kippen trocken bleiben müssen. Die Behälter stehen am Mini-ZOB, an der Kreisverwaltung, bei den Stadtwerken und am Verwaltungshochhaus. Dort werden sie von den Servicebetrieben geleert und der Inhalt kommt zur zentralen Sammelstelle auf dem Wertstoffhof, wo ihn Tobacycle abholt und zum Recyceln bringt. Am Ende des Prozesses wird aus den ehemaligen Stummeln spritzfähiges Granulat, das etwa zur Produktion neuer Sammelbehälter eingesetzt werden kann.

Das Recycling ist aber nur ein Aspekt der Aktion. Ein anderer ist die Sensibilisierung dafür, dass achtlos weggeworfene Kippen einen regelrechten Giftcocktail enthalten und ausgewaschene Schadstoffe ins Grundwasser gelangen und dort erhebliche Verunreinigungen verursachen können. Sensibilisierung und Aufklärung waren dann auch die Stichworte für die Organisatoren der städtischen Sauberkeits-Kampagne „Neuwied auf sauberen Pfoten“. Sie hat in der Vergangenheit bereits wiederholt das Thema „Kippen“ ins Bewusstsein gerückt und ist daher nun auch bei der neuerlichen Aktion dabei.



Mit einem bemerkenswerten Beitrag hat sich auch die als „Wir im Sonnenland“ gegründete Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger in die Aktion eingebracht: Regelmäßig sammeln sie Müll und speziell auch Kippen auf Straßen und öffentlichen Plätzen und präsentierten nun das Ergebnis eines rund vierteljährigen Einsatzes: mehrere Eimer voll mit rund 350 Liter Kippen. (PM)



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