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Nachricht vom 17.05.2011    

Wirtschaftsempfang für Unternehmer im Kreis Neuwied

Süwag-Energieexperte Gastredner - Veranstaltung auf dem Firmengelände des regionalen Energieanbieter Flohr Blockheizkraftwerke GmbH

Der Landtagsabgeordnete Winter, der Fürst zu Wied und Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach mit weiteren Teilnehmern des Wirtschaftsempfangs (von li.).

Neuwied. Auf dem Gelände des Neuwieder Spedition- und Energieunternehmens Flohr fand Dienstagabend der „Empfang der Wirtschaft“ im Kreis Neuwied statt. Energieversorgung war das große Thema des Abends. Hauptredner war Süwag-Vorstandsmitglied Dr. Holger Himmel. Er sagte: „Der Umbau zu einem regenerativen Energiesystem wird Geld kosten. Wieviel, wissen wir noch nicht.“ Dr. Himmel arbeitet seit einem Jahr für die Süwag. Vorher war er zehn Jahre beim Energieversorger RWE, der Muttergesellschaft der Süwag, beschäftigt. In einer lockeren, stellenweise humorvollen Art erklärte Dr. Himmel die momentane Lage der Energieversorgung in Deutschland. „Am 16. März 2011 ist aus dem Stromexporteur Deutschland ein Stromimporteur geworden“, hörten die von der IHK eingeladenen Unternehmer aus dem Kreis Neuwied den Süwag-Mann sagen. Am 16. März trat das Atom-Moratorium der Bundesregierung in Kraft und die Anlagen wurden zur Überprüfung abgeschaltet. Jetzt bezieht Deutschland Atomstrom, der in zum Teil weniger modernen Anlagen im nahen Ausland produziert wird. Dr. Himmel findet: „Die Umstellung auf erneuerbare Energien ist nötig, aber nicht so leicht zu bewerkstelligen.“ Die von der Landesregierung Rheinland-Pfalz angesetzte Zeit von 20 Jahren – spätestens dann sollen zu hundert Prozent nur noch erneuerbare Energien genutzt werden – hält Dr. Himmel für knapp bemessen. Die Süwag, so betonte er, engagiere sich auf vielen Gebieten für die Nutzbarmachung alternativer Energien. Als regionales Beispiel nannte er die Biogasanlage in Anhausen. Die Süwag beteiligt sich daran mit fünf Millionen Euro. Ein Partner der Süwag sind auch die Kommunen. Der Kreis Neuwied, erklärte Dr. Hummel, ist mit Anteilen an der Süwag beteiligt. Landrat Rainer Kaul ist Mitglied des Süwag-Aufsichtsrats. Wie gut sich mit nicht alltäglichen Energiesystemen und ohne die Nutzung von Öl, Gas oder Kohle ein unternehmerisch erfolgreiches Versorgungssystem aufbauen lässt, dass demonstrierte vor Ort der Gastgeber des Wirtschaftsempfangs, die Blockheizkraftwerke Flohr GmbH. Es handelt sich um die nach eigenen Aussagen größte Kraft-Wärme-Kopplungsanlage zur Energiegewinnung in Rheinland-Pfalz. Mit diesem mit Holz befeuerten so genannten Biomasse-Heizkraftwerk wird das in direkter Nachbarschaft liegende Großunternehmen Rasselstein mit Strom und Wärme beziehungsweise Dampf beliefert. Rasselstein stellt Bleche für die Autoindustrie her. Eigentümer der Blockheizkraftwerke Flohr GmbH sind das Saarbrücker Unternehmen Evonik mit 51 Prozent und die Neuwieder Flohr-Gruppe mit 49 Prozent. Flohr-Geschäftsführer Ralf Engel warb mit der rethorischen Frage für sein Unternehmen: „Wollen wir Strommasten ohne Ende? Oder regionale Lösungen?“ Mit dem von ihm geleiteten Heizkraftwerk könnten auch 8.000 Einfamilienhäuser mit Wärme und 11.000 Einfamilienhäuser mit Strom versorgt werden. Ursprünglich hat Flohr die Firma Rasselstein mit Altpaletten zum Verbrennen beliefert. Es handelte sich um den sechsten Empfang der Wirtschaft im Kreis Neuwied. Nach den Ansprachen gab es Häppchen und kühle Getränke im Zelt und am Bierbrunnen auf dem weitläufigen Firmengelände von Flohr.


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