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Pressemitteilung vom 15.07.2022    

Schulen in Schuss halten: Kreis Neuwied investiert siebenstelligen Betrag

Der Kreis-Ausschuss (KA) Neuwied hat die ersten Aufträge schon vergeben: Insgesamt wird der Kreis Neuwied einen Millionenbetrag in die Hand nehmen, um Schulen in seiner Trägerschaft zu sanieren und zu modernisieren. Aktuell sind die Robert-Koch-Schule Linz, das Wiedtal-Gymnasium Neustadt und die Heinrich-Heine-Realschule Neuwied an der Reihe.

(Symbolfoto)

Kreis Neuwied. "Die Jugend ist unsere Zukunft, Bildung der entscheidende Faktor", so heißt es in der Pressemeldung. Deshalb investiert der Kreis Neuwied regelmäßig große Summen, um die Schulen in seiner Trägerschaft in Schuss zu halten. Den Vorschlägen von Landrat Achim Hallerbach folgend, hat der Kreis-Ausschuss (KA) in seiner jüngsten Sitzung einen insgesamt siebenstelligen Betrag für Sanierungsmaßnahmen an der Robert-Koch-Schule in Linz, dem Wiedtal-Gymnasium in Neustadt und der Heinrich-Heine-Realschule in Neuwied freigegeben.

„Das ist viel Geld, aber es sind sinnvolle und wichtige Maßnahmen, um den jungen Menschen ein bestmögliches Lernumfeld zu bieten“, kommentierte Landrat Achim Hallerbach. Der Kreis stehe im Vergleich mit anderen nicht schlecht da, es gebe aber auch immer noch reichlich zu tun, machte er deutlich.

Fast 400.000 Euro fließen nun in die Robert-Koch-Realschule in Linz. Dort wird zum einen der um 1980 verlegte Boden der Sporthalle erneuert. Zum anderen wird das Dach des 1963 errichteten Altbaus saniert. Es soll dabei bis auf den Rohbeton zurückgebaut und neu gedämmt werden. Als Dacheindeckung werden Aluminiumtafeln aufgebracht, die ideal für die geplante Photovoltaikanlage sind. Die Arbeiten sollen in den Sommerferien durchgeführt werden.

Am Wiedtal-Gymnasium in Neustadt sollen vier naturwissenschaftliche Räume auf den neusten Stand der Technik gebracht werden. Im Rahmen des Kommunal-Investitionsfördergesetzes (KI 3.0, Kapitel 2) hat der Kreis Neuwied eine Förderzusage des Bildungsministeriums erhalten, in der 577.000 Euro als zuwendungsfähige Kosten anerkannt werden. Nachdem bereits die notwendigen Elektroarbeiten und einige kleinere Gewerke vergeben werden konnten, hat der KA nun Aufträge für Laborausstattung (234.000 Euro) und Trockenbauarbeiten (71.000 Euro) abgesegnet. Die Bauarbeiten an einem Lehrsaal, einem Übungssaal, einem Vorbereitungsraum für den Chemie-Unterricht und einem Übungssaal für den Physik-Unterricht sollen ebenfalls in den Sommerferien beginnen.

An der Heinrich-Heine-Realschule in Neuwied muss die große Schulhofanlage saniert und komplett neugestaltet werden. Von den Schülern selbst mitgeplant, sollen nun kurz vor den Sommerferien die Arbeiten am ersten mit insgesamt 400.000 Euro veranschlagten Bauabschnitt beginnen. Der KA hat dazu die Auftragsvergabe an einen heimischen Garten- und Landschaftsbaubetrieb (238.000 Euro) einstimmig beschlossen. Auf die öffentliche Ausschreibung zur „Lieferung von Spielgeräten und Einbauten“ – geschätzte Kosten in Höhe von 39.500 Euro - ist dagegen kein Angebot eingegangen. Da nun laut Verwaltungsvorschrift eine Verhandlungsvergabe ohne weitere Einzelbegründung zulässig ist, soll davon Gebrauch gemacht werden.



Zur Erklärung
Bildung ist Ländersache. In Rheinland-Pfalz ist deshalb das Land für die Bildungsvermittlung – das heißt vor allem für die Lehrinhalte und die personelle Ausstattung der Schulen - zuständig. Die Gebäude sind Sache der Kommunen, so die Schulen nicht in privater Trägerschaft, zum Beispiel einer Kirche, sind. Der Kreis ist dabei Träger der weiterführenden Schulen (Gymnasien, Realschulen plus, Berufsbildungsschulen), die Grundschulen gehören zu den jeweiligen Ortsgemeinden.


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