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Nachricht vom 29.09.2011    

SPD-Politprominenz stärkt Bürgermeisterkandidat Horst Rasbach den Rücken

Diskussionsveranstaltung in der Alten Schule am Damm mit Innenminister Roger Lewentz und 50 Zuhörern

Dierdorf. Die örtliche SPD beginnt den Wahlkampf für ihren Bürgermeisterkandidaten Horst Rasbach mit einer Diskussionsveranstaltung mit dem rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewenz.

Auf ihm ruhen die Hoffnungen der SPD: Horst Rasbach (2. von links) soll Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dierdorf werden und wird dabei unterstützt von Innenminister Roger Lewentz, Cecile Kroppach, Bürgermeister Bernd Benner und Landrat Rainer Kaul. Fotos: Holger Kern

Der sagte, an den ebenfalls anwesenden Landrat Reiner Kaul gerichtet: „Ich sehe den Rainer momentan fast tagtäglich. Wir unterhalten uns, wie es mit der Energiepolitik in Rheinland-Pfalz weiter geht.“

Ungefähr 50 Besucher – darunter viele SPD-Mitglieder und Amtsinhaber – waren in die Alte Schule am Damm gekommen. Dem SPD-Bürgermeisterkandidaten Horst Rasbach bescheinigte Lewentz, der selbst viele Jahre Bürgermeister war, „profunde Kenntnis“ der Materie.

An der Stirnseite im Dachgeschoss-Saal hingen die Werbeplakate für Horst Rasbach. Sie zeigen den Kandidaten lächelnd, mit dunklem Sakko, hellblauem Hemd und bunter Krawatte. Der Text lautet: „SPD – am 6. November: Horst Rasbach“.

Roger Lewentz sprach von den notwendigen Sparmaßnahmen in den kommenden Jahren in Rheinland-Pfalz: 120 Millionen Euro im kommenden Jahr und anschließend bis 2020 jährlich 200 Millionen Euro. Die Folge: Es werden in den nächsten zwei Jahren in Rheinland-Pfalz keine neuen Landes- und Bundesstraßen mehr gebaut. Ein Kilometer Autobahn vierspurig kosten vier Millionen Euro, rechnete Lewentz vor.

Lewentz bekräftigte, dass die Gemeinden im Land dabei unterstützt werden sollen, sich an der Energieversorgung zu beteiligen. Vor seinem Auftritt in der Alten Schule hatte Lewentz zwei Unternehmen in Dierdorf besucht: das Schreibwarengeschäft Böhm und das Autohaus Schmitz + Wieseler. Er habe sich gefreut über die Verbundenheit dieser Unternehmen mit der Region und ihre Bereitschaft, sich hier zu engagieren.

Unter den Zuhörern bei der Rede des Ministers befanden sich auch der Landtagsabgeordnete Fredi Winter, Landrat Rainer Kaul und Verbandsgemeindebürgermeister Bernd Benner. Landrat Kaul betonte, er rede als Privatmann „Rainer Kaul aus Linkenbach“, weil ein Landrat keine Werbung für einen Kandidaten machen dürfe.

Kaul erinnerte an die Ausbildung von Horst Rasbach in der Kreisverwaltung und dessen schwierige Aufgabe als Werkleiter in Dierdorf. Dort habe sich der heutige Bürgermeisterkandidat als überdurchschnittlich talentiert erwiesen. Rasbach besitze Integrationskraft, das beweise er auch in seinem Job als Ortsbürgermeister von Kleinmaischeid. Im Verwaltungsrat der Sparkasse Neuwied habe Rasbach fundierte finanztechnische Kenntnis bewiesen. Kaul lobte an Rasbach auch dessen Standfestigkeit bei politischen Diskussionen.



Auf den Kreis Neuwied bezogen regte der Landrat an, über die Gründung von Wohngemeinschaften für Senioren nachzudenken. Kaul forderte „mehr Kreativität“ in der Frage, wie und wo alte Menschen leben können.

Bürgermeister Bernd Benner legte in seiner Ansprache einen Schwerpunkt auf die starke Förderung der Innenstadtsanierung von Dierdorf durch das Land. Zum Thema Energie sagte der Bürgermeister: „Atomkraft war eine Scheinlösung, ein Irrweg.“ Das Dierdorfer Holzhackschnitzel-Heizwerk liefere umweltfreundliche Wärme für umgerechnet 300 Einfamilienhäuser, darunter aber Großabnehmer wie das Hallenbad, das Schulzentrum und demnächst die Verbandsgemeindeverwaltung.

Als Letzter trat Horst Rasbach ans Mikro. Er verwies auf die Broschüre, in der alles über ihn stehe. Allerdings sprach er dann noch von seiner Herkunft aus einer Arbeiterfamilie und seinen daraus entstandenen Sinn für soziale Gerechtigkeit. So werde er auch in Zukunft Politik machen.

In der anschließenden Diskussion mit den Gästen stellte eine Zuhörerin aus Elgert die Frage, ob die marode Landesstraße von Elgert nach Dierdorf noch ausgebaut werde oder nicht. Eine andere Fragestellerin sprach die B413 durch Dierdorf an und wollte wissen, ob hier noch die Chance bestehe, dass eine Umgehung gebaut wird. Eine Frau, die Mitglied der Biker-Union ist, kritisierte den ihrer Meinung nach schlechten Belag auf der neu gemachten B413. Die Gullydeckel stellten aufgrund ihrer unterschiedlichen Höhe eine Gefahr für Motorradfahrer dar, ebenso der Bahnübergang in Dierdorf.

Innenminister Lewentz antwortete zusammenfassend auf diese Beiträge: „2012 und 2013 gibt es keine Neubauten von Bundes- und Landesstraßen. Aber es gebe Geld für die Sanierung von Straßen. Ein Landesstraßenbauprogramm werde zurzeit erstellt.“ Ob die L268 von Dierdorf nach Elgert dabei sei, ließ der Minister offen. Zur angeblich schlechten B413 in Dierdorf konnte der Minister nichts sagen, will sich aber bei der zuständigen Straßenbehörde schlau machen. Dem Kandidaten Horst Rasbach wünschte Lewentz fiel Erfolg bei der Wahl am 6. November. Holger Kern



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