Werbung

Pressemitteilung vom 05.03.2024    

Geführte Wanderung zur Eisenbahnbrücke im Tal der Nister begeisterte 66 Teilnehmer

Von Axel Griebling

Frühlingshafte Temperaturen und das historische Wanderziel waren Ansporn zu einer geführten Rundwanderung, die 66 Wanderbegeisterte am Sonntag (3. März) zur Erbacher Eisenbahnbrücke in der Nähe des Ortes Nistertal (früher Erbach) führte. Ein solch spektakuläres Ziel kombiniert mit bestem Frühlingswetter waren ein Garant für eine gelungene Wanderung.

66 begeisterte Teilnehmer waren bei der Wanderung zur Eisenbahnbrücke dabei. (Foto: Axel Griebling)

Nistertal. Die älteste Betonbrücke Deutschlands überspannt als Viadukt in einer Länge von etwa 300 Metern das Tal der Nister und diente einst als Querverbindung der Oberwesterwaldbahn von Köln und Frankfurt über Bad Marienberg nach Herborn. Noch heute ragt sie beeindruckend aus der Landschaft hervor.

Gestartet in Langenbach bei Bad Marienberg führte die etwa acht Kilometer lange Wanderung größtenteils über den Westerwaldsteig und im letzten Drittel über den ehemaligen Bahndamm der Eisenbahnstrecke wieder zurück. Unterwegs gab es einiges zu entdecken, so verlief die Wanderstrecke auf dem Hinweg über einen urigen Pfad durch einen Bogen der alten Eisenbahnbrücke und auf dem Heimweg wurde die Brücke von oben begangen. Die Wanderteilnehmer wurden auf der Brücke mit einem fantastischen Ausblick belohnt. Kurze Zwischenrast wurde am ehemaligen Freibad von Nistertal eingelegt, das früher durch den Fluss Nister gespeist wurde und heute als Fischweiher genutzt wird.

Ein weiteres Highlight der Wanderung war die Vorführung einer Wünschelrute durch Dietmar Sanner, einem zertifizierten Wünschelrutengänger. Eine Wasserader in unmittelbarer Nähe des Rastplatzes in einer geschätzten Tiefe von sieben bis acht Metern war schnell entdeckt und jeder durfte sich an der Wünschelrute probieren.



NR-Kurier Newsletter: So sind Sie immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Unterwegs erhielten die Wanderteilnehmer interessante Informationen über die alte Eisenbahnbrücke. So ist die Brücke 300 Meter lang und 40 Meter hoch. Die Brücke überspannt auf zehn Pfeilern und mit elf Bögen gestützt das Tal des Flusses Nister in der ehemaligen Gemeinde Erbach, heute Nistertal. Die Brücke wurde in nur sechsmonatiger Bauzeit im Jahr 1911 von Arbeitern aus Polen, Italien und Kroatien als erste Betonbrücke Deutschlands gebaut. Für den Bau der Brücke wurden 15.000 Kubikmeter Beton und 5.000 Festmeter Schalholz verarbeitet. Die Baukosten der Brücke beliefen sich auf 300.000 Goldmark, was heute 1,55 Millionen Euro entspricht. Dem Basalt- und Personentransport dienend, wurde die über die Brücke geführte Bahnstrecke wegen Unrentabilität bereits 1971, nach nur 60 Jahren Betrieb, wieder stillgelegt.

Die Wanderung, organisiert und geführt von Axel Griebling, dauerte etwa drei Stunden und ist unter Komoot zum Nachwandern veröffentlicht. (GRI)


Mehr dazu:   Veranstaltungsrückblicke   Wandern  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
 

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Natur hautnah erleben: Das Jahresprogramm des Naturparks Rhein-Westerwald

Der Naturpark Rhein-Westerwald und das Forstamt Dierdorf präsentieren ein Jahresprogramm mit über 190 ...

Zwei starke Frauen: Fritz und Hirschberger erhalten Ehrenpreis der Johanna-Loewenherz-Stiftung

Im Roentgen-Museum Neuwied wurde der Ehrenpreis der Johanna-Loewenherz-Stiftung an zwei bemerkenswerte ...

Informationsabend zur Kommunalen Wärmeplanung für Bürger der Verbandsgemeinde Puderbach

Die Verbandsgemeinde (VG) Puderbach lädt alle interessierten Bürger am Montag, 7. April, um 18.30 Uhr ...

Warnung vor Fake-Bußgeldbescheiden vom Kraftfahrt-Bundesamt

Mit dieser persönlichen Warnung möchte unser Redakteur Wolfgang Rabsch auf eine besonders perfide Masche ...

Seniorenzentrum Josef-Ecker-Stift Neuwied erhält 27.500 Euro von der Senatspräsident-Ecker-Stiftung

Das Marienhaus Seniorenzentrum Josef-Ecker-Stift in Neuwied öffnete seine Türen, um die frisch renovierten ...

Treffpunkt für Trauernde: Austausch und Unterstützung in Neuwied

Der Neuwieder Hospizverein bietet Eltern, die um ein erwachsenes Kind trauern, einen besonderen Treffpunkt. ...

Weitere Artikel


Karneval trifft Wohltätigkeit: Spenden für junge Frauen auf den Philippinen gesammelt

Obermöhn Silvia sammelte in der diesjährigen Session mit ihrem Gefolge Spenden für junge Frauen auf den ...

Streiks treffen Postbank-Filialen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland

Bereits ab Mittwoch, 6. März, legen Beschäftigte der Postbank in Rheinland-Pfalz und dem Saarland im ...

Deichwiesenhof: Gemeinde Bonefeld gründet Kneipengenossenschaft

Seit der Schließung des Deichwiesenhofes steht die gemütliche Gaststätte leer. Hier trafen sich in der ...

Ein Jahr nach dem Tod der Freudenberger Schülerin Luise - Gemeinschaftlicher Rückblick und Ausblick

Ein Jahr nach dem tragischen Tod der 12-jährigen Schülerin Luise gedenkt die Gemeinde Freudenberg gemeinsam ...

Anstieg in den Kreisen Neuwied und Altenkirchen: Polizeidirektion veröffentlicht Unfallstatistik 2023

Die Verkehrsunfallstatistik 2023 für die Regionen Neuwied und Altenkirchen dokumentiert einen Anstieg ...

Unangemeldete Proteste bei SPD-Veranstaltung in Koblenz - Ermittlungsverfahren eingeleitet

Am 4. März wurde eine Veranstaltung des SPD-Wahlkreisbüros Koblenz von unangemeldeten Protesten überschattet. ...

Werbung