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Pressemitteilung vom 29.04.2024    

Erneute Streiks: Beschäftigte im Handel geben nicht auf

Die Beschäftigten im Handel in Rheinland-Pfalz und im Saarland kämpfen seit einem Jahr für gerechtere Einkommen. Trotz Verhandlungen mit den Arbeitgebern und Streiks der Beschäftigten, konnte keine Einigung zwischen der Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und den Arbeitgeberverbänden erzielt werden.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Mainz. Die Hauptursachen für das Ausbleiben einer Einigung liegt nach Ansicht von Verdi an der Weigerung der Arbeitgeber, sich mit den Forderungen der Verdi-Tarifkommissionen auseinanderzusetzen. Insbesondere die Höhe der Einkommenssteigerung und der Zeitraum, für den diese gelten soll, sind strittig. Die Tarifkommissionen im Einzelhandel forderten eine Erhöhung von 2,50 Euro pro Arbeitsstunde für einen Zeitraum von zwölf Monaten, was einer Erhöhung von rund 14 Prozent entspräche. Stattdessen gaben die Arbeitgeber nach Auskunft von Verdi lediglich eine Verbandsempfehlung heraus: Im Einzelhandel erfolgte zum 1. Oktober 2023 eine Erhöhung von 5,3 Prozent, im Großhandel von 5,1 Prozent. Ab dem 1. Mai 2024 sollen weitere Steigerungen von 4,7 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent folgen.

Monika Di Silvestre, Landesfachbereichsleiterin bei Verdi und Verhandlungsführerin für den Handel, kommentierte dazu: "Die Blockadehaltung der Arbeitgeber ist einfach nur beschämend. Die Unternehmen sollten ihre Beschäftigten angemessen Entlohnen."



Ein Unternehmen, das in der Pandemie zu den Gewinnern zählte, ist IKEA. Obwohl die Betriebe von den Lockdown-Maßnahmen betroffen waren, blieb das Onlinegeschäft unbeeinträchtigt. "Hier wollen die Beschäftigten ein angemessenes Stück vom Kuchen abhaben und nicht nur die Krümel. Sie haben es sich mit ihrer täglichen, hervorragenden Arbeit verdient".

Stefan Prinz, Gewerkschaftssekretär bei Verdi und Verhandlungsführer für drei Tarifgebiete des Groß- und Außenhandels in Rheinland-Pfalz, betonte: "Das bisherige Angebot der Arbeitgeber reicht nicht aus, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten auszugleichen. Die Beschäftigten benötigen dringend nachhaltige Entgelterhöhungen."
Verdi rief daher die Handelsbeschäftigten aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland Ende April zur Arbeitsniederlegung nach Kaiserslautern. Vor Ikea taten eine beträchtliche Anzahl von Streikenden ihren Unmut kund. (PM)


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