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Nachricht vom 31.12.2011    

Himmlische Nacht der Tenöre in Bonefeld

Ausverkaufter Saal im Deichwiesenhof – Sänger holten Elli Klingenberg auf die Bühne – Fast vollständiger Verzicht auf elektronische Verstärker

Bonefeld. Eine „himmlische Nacht“ versprachen die Plakate - und diejenigen, die diesem Ruf folgten, wurden nicht enttäuscht. Drei bulgarische Tenöre mit kraftvollen Stimmen, unterstützt von einem kongenialen Streicher-Ensemble, boten ein breitgefächertes Programm, das nahezu alle Facetten der Gesangskunst anbot und sie mit Leben erfüllte.

Fulminantes Schlussquartett der Tenöre mit Veranstalterin Elli Klingenberg in einer himmlisch musikalischen Nacht. Fotos: Karl-Bernd Dahse

Das Besondere an diesem Abend war, dass auf eine – heute aus verschiedensten Gründen für nötig erachtete – elektronische Verstärkung verzichtet wurde. Lediglich das E-Piano benutzte einen kleinen Verstärker. Die Damen des Begleitensembles konnten so sicher sein, dass ihre Instrumente unverfälscht klingen. Sie konnten zeigen, dass sie - neben der Begleitung - auch ohne Sänger ihre Musikalität sicher über die Bühnenrampe ins Ohr des Publikums zu bringen vermochten.

Als Begleitensemble waren sie sehr feinfühlig, die Tenöre stützend und treibend. Der Bogen des Dargebotenen spannte sich von „Ave Maria“ (Bach/Gounod) über Volkslieder aus Italien, Spanien und Russland bis hin zu Opernmelodien aus italienischen Opern des 19. und 20. Jahrhunderts.

Die Sänger Ivaylo Joschev, Georgi Dinev und Georgios Filadefefs setzten ihre Stimmen gekonnt ein, wobei jede Stimme für sich ihren eigenen Reiz aufwies.

Die Liebhaber lyrischen Gesanges wie auch strahlender Darstellung hatten ihre Momente des Wohlfühlens. Ferner war auch die Grundstimmung der einzelnen Stimmen unterschiedlich, von baritoner Tiefe bis hin zum hellen Tenor. Die Höhen wurden von allen Dreien sicher getroffen, wobei etwas die Lautstärke in den obersten Lagen hätte zurückgenommen werden können.

Als Trio waren die Tenöre auch interessant, da nun der Reiz des Wechsels der Stimmfarben zum Tragen kam.



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Die Volkslieder aus Neapel, die einen großen Teil der ersten Hälfte einnahmen, waren leider etwas zu „unterkühlt“ gesungen, das „Leben“ fehlte etwas.

Nach der Pause waren die Sänger sich des Publikums sicher und wurden lockerer, ohne dabei den künstlerischen Anspruch an sich selbst aufzugeben. Diese Lockerheit zeigten sie, als sie bei „Dein ist mein ganzes Herz“ die Gastgeberin Elke „Elli“ Klingenberg einbezogen, nicht nur als anzusingende Person auf der Bühne, sondern als Kollegin, die sich gesanglich behaupten konnte.

Elli Klingenberg betreibt seit 13 Jahren die Kulturbühne in Bonefeld und ist – auch über die Ortgrenzen hinaus - als Sängerin und Entertainerin bekannt.

„Funniculi, Funnicola“ und „O sole mio“ bildeten den fulminanten Abschluss des Programms, aber nicht das Ende der Darbietungen. Mit stehenden Ovationen forderte das Publikum Zugaben. „Nessun Dorma“, „Granada“ und „Time to say Goodbye“ wurden dankbar angenommenen.

Die letzte Zugabe war ein Quartett, da Elli Klingenberg wiederum in das musikalische Geschehen eingebunden wurde.

Das Publikum verließ das Konzert sichtlich bewegt und mit dem festen Entschluss, sollte wieder eine „himmlische Nacht“ angeboten werden, wieder den Deichwiesenhof in Bonefeld zu füllen. Rechtzeitiger Kartenkauf ist anzuraten, denn das Konzert war ausverkauft. Karl-Bernd Dahse



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