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Pressemitteilung vom 18.11.2024    

Aktionstag "Story Time" feiert Demokratie, Toleranz und Vielfalt

Neuwied ist eine Stadt, in deren DNA die Vielfalt fest eingeschrieben ist. Schon zu Gründungszeiten im 17. Jahrhundert zeichnete sich die Deichstadt durch Toleranz für diverse religiöse Gruppen und Glaubensgemeinschaften aus. Auch heute noch ist die Neuwieder Stadtgesellschaft bunt und divers.

Tolles Engagement: Die Rasselstein-Azubis Mika Glees (l.) und Jonas Schad (4.v.l.) überreichen gemeinsam mit ihrem Ausbilder Holger Scheipner (4.v.r.) einen großen Scheck an die Stadt Neuwied. Über die großzügige Spende freuen sich Bürgermeister Peter Jung (2.v.l.), Stephan Amstad (3.v.l.) vom Kinder- und Jugendbüro (KiJub), Jugendamtsleiter Bernhard Fuchs (Mitte), Jugendschützerin Tanja Buchmann (3.v.r.) und Beigeordneter Ralf Seemann (r.). Zustande gekommen ist die Spende auf Vermittlung durch die Landtagsabgeordnete Lana Horstmann (2.v.r.). Foto: Felix Banaski

Neuwied. Doch ein harmonisches Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Kulturen und mit unterschiedlichem Glauben ist keine Selbstverständlichkeit, sondern die Errungenschaft einer von demokratischen Werten geprägten Gesellschaft. Genau diese Werte standen beim Aktionstag "Story Time" im Neuwieder Jugendzentrum Big House im Fokus: Ein buntes Programm bestehend aus einem Theaterbesuch, Workshops, Diskussionsrunden, musikalischen Beiträgen und vielem mehr drehte sich um die Themen Vielfalt, Toleranz und Antirassismus und beschäftigte sich mit den Chancen und Herausforderungen unserer Demokratie.

Mit den Auswirkungen von Rassismus hatte sich jüngst auch eine Gruppe Rasselsteiner IT-Azubis und Praktikanten auseinandergesetzt. Im Rahmen eines Antirassismus-Wettbewerbs im Mutterkonzern Thyssenkrupp entwickelten sie gemeinsam mit ihrem Ausbilder Holger Scheipner den VR-Simulator "Feel Like". Dieser versetzt Menschen mittels "virtual reality" - dem Einsatz von Videos, Musik und visueller Effekte - in die beängstigende Situation einer von Rassismus und Ausgrenzung betroffenen Person. Das gewonnene Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro wollten die jungen Informatiker aber nicht einfach für sich behalten. Stattdessen entschieden sie sich gemeinsam dafür, mit einer Spende ein Zeichen für Rassismus zu setzen. Auf Vermittlung durch die Neuwieder Landtagsabgeordnete und Rasselstein-Betriebsrätin Lana Horstmann ging das Geld an das Kinder- und Jugendbüro (KiJub) der Stadt Neuwied und floss so in die Umsetzung des Aktionstags "Story Time".

"Mit dem Geld konnten wir knapp 200 Jugendlichen kostenfrei anbieten, das Theaterstück "Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns blickte" zu besuchen", freute sich Sozialpädagoge Stephan Amstad. Das Stück behandelt eindrücklich die unvorstellbaren Verbrechen, die zu Zeiten des Nationalsozialismus in Konzentrationslagern an unschuldigen Menschen verübt wurden. Neuwieds Bürgermeister Peter Jung dankte den Rasselstein-Azubis für ihre großzügige Spende und betonte die Wichtigkeit von politischer Bildungsarbeit: "Mit demokratischer Bildung geht immer auch die Vermittlung von ungemein wichtigen Werten einher, welche die Grundlage unserer Gesellschaft bilden." Ein besonderer Erfolg von "Story Time": Mit der Aktion sei es gelungen, auch Jugendliche zu erreichen, die von Hause aus ansonsten wenig Bezug zu politischen Themen hätten.



Zu den vielen Highlights an einem ereignisreichen "Story Time"-Nachmittag gehörte die musikalische Begleitung durch die WHG-Schulband "White cloud", der Poetry-Slam zum Thema "Vielfalt" von Laura Mohr und ein Workshop zu "Fake News" von Pastoralreferent Tobias Wolff. Ein weiterer Workshop von Bilal Asmiri von EIRENE über "Vielfalt und Miteinander in Neuwied" stellte für die Jugendlichen direkten Lebensweltbezug her. Zur Plakatausstellung der Jugendaktion "Wir gegen Rassismus" gesellten sich Infostände des Jugendbeirats sowie von Caritas und AWO. Schauspieler Boris Weber las aus dem Buch "Auch ich war ein Kind dieser Zeit" des Neuwieders Toni Dasbach. In einer Talkrunde erhielten die Jugendlichen die Gelegenheit, von eigenen Erfahrungen mit Rassismus zu berichten, die Rapper Noah Tendai und Levi Depuhl überzeugten mit ihrer Musikalität und starken Texten. An der Organisation und erfolgreichen Durchführung des Aktionstags waren zahlreiche engagierte Akteure beteiligt: das Jugendzentrum Big House, das KiJub, die Jugendaktion "Wir gegen Rassismus" des Bistums Trier, der Pastorale Raum Neuwied, die evangelischen Kirchengemeinden Neuwied sowie das Bündnis für Demokratie und Toleranz und der Neuwieder Jugendbeirat. PM


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