Pressemitteilung vom 28.02.2025
HPV-Impfungen in Rheinland-Pfalz nehmen wieder zu
Nach einem Rückgang während der Corona-Pandemie verzeichnen die HPV-Impfungen in Rheinland-Pfalz wieder einen Aufwärtstrend. Die Impfung schützt vor allem vor Gebärmutterhalskrebs und anderen Tumoren.
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Mainz. Nach einem deutlichen Rückgang während der Corona-Pandemie lassen sich in Rheinland-Pfalz wieder mehr Jungen und Mädchen gegen das humane Papillomavirus (HPV) impfen. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der HPV-Erstimpfungen um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie aus einer Auswertung von Daten der Krankenkasse DAK hervorgeht. Hochgerechnet auf alle Kinder in Rheinland-Pfalz haben demnach rund 27.900 Mädchen und Jungen im Jahr 2023 eine erste Impfdosis gegen diesen Virentyp erhalten. Für einen vollständigen Schutz sind - je nach Alter - zwei oder drei Impfdosen erforderlich. Allerdings liegt die aktuelle Zahl der Erstimpfungen noch immer 35 Prozent unter dem Niveau vor der Pandemie.
Das humane Papillomavirus ist für die Hälfte aller virusbedingten bösartigen Tumore verantwortlich und spielt bei fast allen Fällen von Gebärmutterhalskrebs eine Rolle. Auch Jungen profitieren von der Impfung, da sie vor Kehlkopfkrebs oder Tumoren am Penis oder Anus schützt. Harald zur Hausen wurde 2008 für seine Arbeiten zur Entwicklung des HPV-Impfstoffs mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.
Für die DAK-Sonderanalyse untersuchten das Wissenschaftsteam von Vandage und der Universität Bielefeld Abrechnungsdaten von rund 48.000 Kindern und Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahren, die bei der DAK-Gesundheit in Hessen versichert sind. Der analysierte Zeitraum erstreckt sich von 2018 bis 2023. Die Barmer stellte in ihrem Arzneimittelreport im Dezember fest, dass 2022 nur knapp 65 Prozent der 17-jährigen Mädchen einen vollen Impfschutz hatten. Bei den Jungen war die Impfquote noch niedriger.
(dpa/bearbeitet durch Red)
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