Pressemitteilung vom 27.03.2025
Informatik als Pflichtfach: Rheinland-Pfalz plant Lehrkräfte-Bedarf
Rheinland-Pfalz steht vor einer bedeutenden Veränderung im Bildungssystem. Ab dem Schuljahr 2028/2029 wird Informatik schrittweise als Pflichtfach in weiterführenden Schulen eingeführt. Dies erfordert eine sorgfältige Planung, insbesondere hinsichtlich des Lehrkräftebedarfs.

Mainz. Für die Einführung des verpflichtenden Informatikunterrichts an weiterführenden Schulen in Rheinland-Pfalz werden zahlreiche zusätzliche Lehrkräfte benötigt. Ab dem Schuljahr 2028/2029 soll Informatik nach den Plänen des Bildungsministeriums als Pflichtfach ab Klassenstufe sieben schrittweise eingeführt werden. Der Unterricht wird dann in der Sekundarstufe I an allen Förderschulen, Realschulen plus, integrierten Gesamtschulen und Gymnasien im Land angeboten. Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) rechnet mit einem personellen Mehrbedarf von rund 46 vollen Beschäftigungsverhältnissen.
Schulen können Informatik vorzeitig einführen
Ab dem Schuljahr 2025/2026 und in den beiden darauf folgenden Schuljahren haben Schulen die Möglichkeit, sich für die vorzeitige Einführung des Pflichtfachs zu bewerben. In den ersten drei Jahren sollen die benötigten Stunden für das Fach Informatik durch die Abgabe von Stunden aus anderen Fächern bereitgestellt werden, erklärte die Ministerin auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Fraktion. Daher sei in dieser Zeit kein zusätzliches Personal notwendig. Frühestens ab dem Schuljahr 2028/2029 fallen für Schulen, die bereits im kommenden Schuljahr starten, Kosten und damit Personalbedarf für die zusätzlichen Stunden an. Im Schuljahr 2031/2032 würden dann letztmalig neue Stellen benötigt.
(dpa/bearbeitet durch Red)
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