Pressemitteilung vom 02.04.2025
Neuwied: Blaulicht-Führungskräfte stärken Einsatzbereitschaft im Katastrophenschutz
Im Brand- und Katastrophenschutzzentrum Neuwied kamen über 200 Führungskräfte aus Feuerwehr, THW, DRK, DLRG und Malteser zur Fortbildung zusammen. Neben bewegenden Vorträgen gab es Fahrzeugübergaben und praxisnahe Einblicke in neue Konzepte.

Neuwied. Am Samstag (28. März) fand im neuen Lagezentrum des Brand- und Katastrophenschutzzentrums Neuwied eine groß angelegte Führungskräftefortbildung statt. Über 200 Einsatzkräfte der Blaulichtfamilie aus dem Landkreis Neuwied – darunter Feuerwehr, THW, DRK, DLRG und Malteser – nutzten die Gelegenheit, um sich praxisnah weiterzubilden und miteinander zu vernetzen.
Landrat Achim Hallerbach stellte in seiner Begrüßung das Maßnahmenpaket des Landkreises zum Bevölkerungsschutz vor. Neben Investitionen in neue Technik und Infrastruktur ging es auch um die Stärkung der Führungsverantwortung im Einsatzfall.
Neue Fahrzeuge für den Katastrophenschutz
Ein zentraler Programmpunkt war die offizielle Übergabe zweier Wechselladerfahrzeuge. Die Fahrzeuge, die gemeinsam vom Landkreis und der Stadt Neuwied beschafft wurden, kosteten jeweils 331.000 Euro brutto, wovon 59.000 Euro durch Landeszuschüsse gedeckt wurden. Sie sind Teil eines übergreifenden Logistikkonzepts, das auch die Nutzung von Staplern, Umschlaggeräten und Lagerlogistik umfasst.
Zur Ergänzung sollen in Kürze ein Unimog und ein geländegängiger Lkw in den Fuhrpark aufgenommen werden. Diese Fahrzeuge sollen insbesondere im unwegsamen Gelände zum Einsatz kommen.
Stärkung durch Wissen und Zusammenarbeit
Neben der materiellen Ausstattung standen auch fachliche Impulse im Mittelpunkt der Fortbildung. Oberbrandrat Matthias Lemgen von der Feuerwehr- und Katastrophenschutzakademie Rheinland-Pfalz referierte über die Anforderungen an Führungskräfte im Einsatz. Sein Vortrag gab konkrete Handlungsanleitungen für den Führungsalltag vor Ort.
Besonders eindrucksvoll war der Vortrag von Stefan Gandelau, Kreisbrandmeister aus dem Rhein-Sieg-Kreis, der von einem tragischen Atemschutzunfall in St. Augustin im Jahr 2023 berichtete. Seine Schilderungen sorgten für nachdenkliche Stille und zeigten die Risiken, denen Einsatzkräfte täglich ausgesetzt sind.
Einsatzbereitschaft ausbauen
Auf dem Außengelände konnten sich die Teilnehmenden über neue Technologien und Rettungstechniken informieren – darunter auch über einen ferngesteuerten Löschroboter und Vorführungen zur Baumrettung. Erstmalig im Einsatz war die Schnelleinsatzgruppe „Verpflegung“, die die Gäste mit Speisen versorgte.
Landrat Achim Hallerbach betonte zum Abschluss die Bedeutung der regelmäßigen Weiterbildung und des Austauschs untereinander. Ziel sei es, auch in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben und das Vertrauen der Bevölkerung zu rechtfertigen. (PM/Red)
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