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Pressemitteilung vom 02.04.2025    

Sven Schür äußert sich zu Vorwürfen im Bürgermeisterwahlkampf der VG Puderbach

Im Bürgermeisterwahlkampf der Verbandsgemeinde Puderbach sorgt eine Kontroverse für Aufsehen. Bürgermeisterkandidat Sven Schür nimmt in einer Gegendarstellung Stellung zu erhobenen Vorwürfen und kritisiert eine aus seiner Sicht politisch motivierte Darstellung.

Sven Schür - Pressefoto. (Foto: Mirko Langhardt)

Steimel. Pressemeldung 02.04.2025 | Gegendarstellung von Bürgermeisterkandidat Sven Schür zu aktuellen Vorwürfen (Pressemitteilung) – und Einordnung einer politisch motivierten Spendenaktion:

In einer gemeinsamen Stellungnahme der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen sowie den CDU-Ratsmitgliedern Hans-Martin Born, Martin Sielker und Petra Schiller wurde mir als Bürgermeisterkandidat ein inakzeptables Verhalten gegenüber einer Mitarbeiterin der Verbandsgemeindeverwaltung vorgeworfen. Diese Vorwürfe weise ich entschieden zurück – und möchte die Hintergründe klarstellen.

Was wirklich geschehen ist
Hintergrund des Gesprächs, das nun öffentlich skandalisiert wird, ist eine vom Mitbewerber um das Bürgermeisteramt initiierte Spendenaktion zugunsten der Einrichtung, in der die betreffende Mitarbeiterin tätig ist. Diese Aktion wurde nicht nur aktiv durch die Mitarbeiterin mitgetragen, sondern auch öffentlich zur Unterstützung des Kandidaten genutzt – was aus meiner Sicht in einem Spannungsfeld zur dienstlichen Neutralität steht.

In einem persönlichen Gespräch habe ich sie darauf hingewiesen, dass dieses Verhalten in der Öffentlichkeit als parteiisch wahrgenommen werden kann – und sie gefragt, ob sie mir persönlich etwas vorzuwerfen habe. Von einer Drohung kann dabei keine Rede sein. Ich habe keine Grenzen überschritten, sondern bewusst auf einen ehrlichen Dialog gesetzt.

Am Montag dieser Woche fand hierzu bereits ein Gespräch mit dem amtierenden VG-Bürgermeister Volker Mendel statt. Dabei wurde der Inhalt des Gesprächs zwischen mir und der Mitarbeiterin offen angesprochen und auch von offizieller Seite deutlich gemacht: Zu keiner Zeit wurde eine Drohung ausgesprochen, die auf negative Auswirkungen für die Einrichtung oder die Mitarbeiterin hindeutet. Die vermeintliche Drohung wurde in diesem Rahmen weder konkretisiert noch weiterverfolgt.

Dass dieses Gespräch – über das ausdrücklich Stillschweigen vereinbart wurde – nun öffentlich von Fraktionen im Verbandsgemeinderat als „verbale Drohung“ bezeichnet wird, ohne zuvor mit mir zu sprechen oder meine Sicht der Dinge einzuholen, ist mehr als fragwürdig. Aus meiner Sicht handelt es sich dabei um einen politisch motivierten Vorgang, der jeder fairen Grundlage entbehrt.



Politisch motivierte Instrumentalisierung
Dass ausgerechnet die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen sowie einzelne Vertreter der CDU nun in einer gemeinsamen Erklärung einseitig Partei für diese Darstellung ergreifen – und dabei die fragwürdige Nähe einer Verwaltungsmitarbeiterin zum Spendenprojekt des Kandidaten, der Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen ist, ausblenden – zeigt deutlich, dass hier ein ‚Wunschkandidat‘ mit allen Mitteln geschützt und gestützt werden soll.

Eine Spendenaktion, die aus dem Wahlkampf heraus für eine konkrete Einrichtung organisiert wird und von Beschäftigten dieser Einrichtung offen unterstützt wird, ist mindestens grenzwertig – wenn nicht ein Paradebeispiel für eine politische Einflussnahme über den Umweg von „Wohltätigkeit“. Dass dies von den genannten Ratsmitgliedern nicht thematisiert, sondern ignoriert wird, wirft Fragen zur Unabhängigkeit und Objektivität auf.

Wofür ich stehe
Ich stehe für Bürgernähe, Klartext, Fairness und Transparenz – und ich werde mich weiterhin klar äußern, wenn ich den Eindruck habe, dass Grenzen zwischen Verwaltung und Wahlkampf verwischen.

Meine über 25-jährige Berufserfahrung in Wirtschaft und Verwaltung haben mir gezeigt, wie wichtig Verlässlichkeit, Offenheit und der respektvolle Umgang miteinander sind. Ich stehe dafür, unsere Verbandsgemeinde mit Augenmaß, Herz und Sachverstand weiterzuentwickeln – gemeinsam mit den Menschen vor Ort, nicht über sie hinweg.

Ich lasse mir nicht unterstellen, ich würde Menschen bedrohen oder unter Druck setzen – wer mich kennt, weiß, dass ich für ehrlichen, direkten Umgang stehe. Dass meine Offenheit jetzt als Angriff ausgelegt wird, zeigt: Im Wahlkampf wird mit harten Bandagen gekämpft. Aber ich bleibe bei meinem Weg: sachlich, bürgernah und klar.

Ihr
Sven Schür


(PM)



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