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Nachricht vom 27.09.2012    

Arbeitsmarkt in der Region startet freundlich in den Herbst

Nicht nur junge Leute finden nach den Sommerferien wieder mehr Jobs. Die Agentur für Arbeit Neuwied spricht im Septemberbericht für die Landkreis Altenkirchen und Neuwied von einem stabilen Arbeitsmarkt, der aber weiterhin unter Vorjahreswerten liegt. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen ist rückläufig.

Neuwied. Die Zahl der Arbeitslosen ging im September noch einmal deutlich zurück: Laut Statistik der Agentur für Arbeit Neuwied sind derzeit in den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen 8.686 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet – 471 weniger als noch im August. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,3 auf 5,3 Prozent.

Eine saisonübliche Entwicklung, bescheinigt Karl-Ernst Starfeld, der Leiter der Neuwieder Arbeitsverwaltung. „Nachdem die Werte im Sommer besonders bei den jungen Leuten anstiegen, weil viele nach dem Ende der Ausbildung nicht gleich eine Anschlussbeschäftigung gefunden haben, machen sich nun der Schulanfang und das Ende der Betriebsferien positiv bemerkbar. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend zum Ende der Semesterferien sogar noch fortsetzen wird, wenn einige der jungen Frauen und Männer ihr Studium aufnehmen.“

So zufrieden der Experte mit der kurzfristigen Entwicklung ist, so wenig gefällt ihm der langfristige Vergleich. Denn nach wie vor schafft der Arbeitsmarkt in der Region nicht den Anschluss ans Vorjahr. 408 Menschen waren im September 2011 im Agenturbezirk Neuwied weniger als arbeitslos registriert. Die Arbeitslosenquote lag damals bei 5,1 Prozent. Das positive Signal: Der Abstand zum Vorjahr ist nicht dramatisch und er hat sich in den letzten Wochen auch nicht vergrößert.

Für Starfeld sind diese Zahlen dennoch ein Indiz dafür, dass die Unternehmen in der Region zwar nicht pessimistisch in die Zukunft sehen, aber doch verhalten reagieren. „Sie sind zurückhaltend, wenn es um die Schaffung neuer Stellen geht, aber sie halten am Stammpersonal fest.“ Dafür sprechen auch die Tendenzen am Stellenmarkt. 478 offene Stellen wurden dem Arbeitgeberservice der Agentur im September gemeldet – 32 weniger als im August und sogar 152 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar registrierte die Agentur 4.506 offene Stellen, das sind 1.052 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Derzeit liegen insgesamt 1.168 Stellenangebote aus dem Bezirk vor.



Ähnlich wie im Gesamtbezirk verläuft auch die Entwicklung in den beiden Landkreisen – mit einer Ausnahme. 3.412 Arbeitslose zählten die Statistiker zum Monatsende in Altenkirchen, das sind 231 weniger als im August.

5.274 sind es in Neuwied – 240 weniger als vor vier Wochen. Die Arbeitslosenquote sank um jeweils 0,3 Prozent auf 5 Prozent in Altenkirchen und auf 5,6 Prozent in Neuwied.

Im Jahresvergleich schneidet Altenkirchen allerdings deutlich besser ab: Während die Arbeitslosigkeit in Neuwied um 497 anstieg, sank sie in Altenkirchen um 89.

Weitere Besonderheit: Der Rückgang lässt sich allein im Rechtskreis des Sozialgesetzbuches (SGB) II, also bei den so genannten Hartz IV-Empfängern nachweisen. Hier sinkt der Wert sogar um 127, während er im Rechtskreis des SGB III - also in der Versichertengemeinschaft derer, die meist noch nicht länger als ein Jahr arbeitslos sind - um 38 ansteigt.

Im Landkreis Neuwied nahm die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich hingegen im SGB III um 173 und im SGB II (Hartz IV) um 324 zu. Ende September werden damit im Landkreis Altenkirchen 1.318 Menschen im Rechtskreis SGB III und 2.094 im Rechtskreis SGB II gezählt. In Neuwied gehören 1.828 Arbeitslose zum Rechtskreis SGB III und 3.446 zum Rechtskreis SGB II. (Hartz IV).


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