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Nachricht vom 18.10.2012    

Hoher Besuch kommt in Großmaischeider Pfarrei

Erzbischof John Ribat aus Port Moresby/Papua-Neuginea in der Pfarreingemeinschaft Großmaischeid zu Besuch. Ein pastoraler Weg der Zukunft auch für uns? Gemeinsam wird in Isenburg und Großmaischeid ein Pontifikalamt gefeiert.

Großmaischeid/Isenburg. Der Sonntag der Weltmission am 28. Oktober 2012 steht unter dem Leitwort „Dein Wort ist ein Licht für meine Pfade“ und stellt die Kirche in Papua-Neuguinea vor. Ein großer Teil Papua-Neuguineas ist von dichtem Regenwald bedeckt. Für Dschungelromantik ist hier allerdings kein Platz. Längst hat die traditionelle Welt der Menschen Risse bekommen und Dorf- und Familienstrukturen und damit zusammenhängende Werte und Rollen lösen sich auf. Inmitten dieser Umbrüche gibt die Kirche entscheidende Impulse zu einer menschenwürdigen Entwicklung.

Glaubwürdig Kirche sein in Zeiten großer Umbrüche ist auch eine große Herausforderung für die Kirche in Deutschland. So lädt die missio-Aktion zu einer Begegnung mit der Glaubenspraxis der Christen in Papua-Neuguinea ein, die uns gerade in ihrer Fremdheit helfen kann, Gottes Wort als Lichtquelle für unseren eigenen Lebensweg und unsere Gemeinden neu zu entdecken. Aus diesem Grund freut sich die katholische Kirchengemeinde Großmaischeid sehr Erzbischof John Ribat als Besucher in seiner Pfarreingemeinschaft begrüßen zu dürfen.

Erzbischof John Ribat gehört zur Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare und leitet in Papua-Neuguinea die Hauptstadtdiözese Port-Moresby. Seit 2005 ist er Vorsitzender der Bischofskonferenz von Papua Neuguinea und den Salomonen.

„Die Einheit in der Vielfalt zu wahren“, sieht der Erzbischof als
besondere Herausforderung der Kirche in Papua-Neuguinea insbesondere angesichts der Tatsache, dass durch die schlechten Transportwege die Kommunikation zwischen den 19 Diözesen nur eingeschränkt möglich ist. Der Wandel von der Missionskirche, die sich auf ordinierte Fachkräfte und ausländische Missionare verlässt, hin zu einer wahrhaft einheimischen Kirche, in der die getauften Mitglieder aktiv an den verschiedenen Pastoralprojekten der Erzdiözese teilnehmen, ist ein Hauptanliegen des Erzbischofs.



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„Wir sind eine ganz junge Ortskirche“, so John Ribat, „erst in den 30er Jahren wurden im Landesinneren Missionsgebiete erschlossen, und 1970 wurde der erste einheimische Priester ordiniert“. Den Weg zum Aufbau einer einheimischen Kirche folgt der landesweite Pastoralplan „Alive in Christ“ („Lebendig in Christus“), der die Christen ermutigt, aktiv am Aufbau und der Stärkung der Kirche vor Ort mitzuwirken.

Der Erzbischof setzt dabei auf Transparenz und Mitwirkung aller Getauften. Als Vorsitzender der Bischofskonferenz hat er alle 1,5 Millionen Katholiken in Papua-Neuguinea eingeladen, über die zukünftige Gestalt der Kirche zu diskutieren und um Mitwirkung gebeten. Kleine Christliche Gemeinschaften sind dabei im Entstehen, in der in kleinen Gruppen Glaube und Leben geteilt werden. Der Erzbischof ermutigt dabei besonders auch die Laien, sich mit den eigenen Erfahrungen einzubringen und die Kirche der Zukunft in Papua-Neuguinea mitzugestalten.

Der missio-Gast Erzbischof John Ribat , begleitet von der diözesanen
missio-Referentin Frau Andrea Tröster, wird am 20.10.2012 um 16:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Katharina in Isenburg im Rahmen einer zwanglosen Begegnung seine Arbeit vorstellen und um 17:30 Uhr dort ein Pontifikalamt feiern. Um 19:00 Uhr feiert er dann in Großmaischeid in der Pfarrkirche St. Bonifatius ebenfalls ein Pontifikalamt.

Im Anschluss findet dann in Zusammenarbeit mit dem Dekanat Rhein-Wied um 20:15 Uhr im Pfarrheim, Von-Walderdorff-Str. 1 ein Info-Abend zur Arbeit von Erzbischof Ribats und dem pastoralen Weg der Kleinen christlichen Gemeinschaften statt, den die asiatischen Bischöfe 1990 in Bandung/Indonesien beschlossen haben. Hier besteht dann auch Gelegenheit zu persönlicher Begegnung und Austausch mit Erzbischof John Ribat.


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