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Nachricht vom 20.05.2014    

Wiedradweg bei Laubachsmühle ist fertig

Der Bau des Wiedradwegs zwischen Mäherbach und Laubachsmühle ist abgeschlossen. Die feierliche Verkehrsfreigabe an der L 255 erfolgte am Montag, den 19. Mai. Ein deutlicher Zugewinn an radtouristischer Attraktivität.

Foto: Kreisverwaltung

Wiedtal. Die Arbeiten am Wiedradweg an der L 255 zwischen Laubachsmühle und Mäherbach sind abgeschlossen. Bernd Hölzgen, technischer Geschäftsführer des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz , Rainer Kaul, Landrat des Landkreises Neuwied, und Werner Grüber, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Waldbreitbach, haben den Weg jetzt offiziell für den Verkehr freigegeben.

In weniger als elf Monaten wurde der 1,25 Kilometer lange Streckenabschnitt des Wiedradwegs neu hergestellt. Zusätzlich wurde die Fahrbahn der L 255 auf einer Länge von mehr als 800 Meter ausgebaut. Die Bauarbeiten konnten rund ein halbes Jahr vor dem ursprünglich ermittelten Termin - bis auf geringfügige Restarbeiten - abgeschlossen werden.

"Das enge Kerbtal stellte uns bereits in der Planungsphase vor eine Herausforderung", erläuterte LBM-Geschäftsführer Bernd Hölzgen. Zwischen den seitlich steil ansteigenden Talhängen und den besonders wertvollen Lebensräumen des Wiedvorlandes sei nur ein vergleichsweise schmaler Korridor verblieben, der für eine Überplanung zur Verfügung stand. ."Handlungsbedarf war aber dringend geboten", erklärte Hölzgen weiter. Die Fahrbahnbreiten der L 255 waren mit weniger als 5,50 Metern viel zu gering. Manche Kurve besaß eine fahrdynamisch falsche Querneigung nach außen und eine unübersichtliche Kuppe war als Unfallhäufungsstelle bereits einschlägig bekannt.

"Bei überwiegend schnell fahrenden PKW, stellte die Benutzung der L 255 besonders für Radfahrer ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar", ergänzte Landrat Kaul in seiner Ansprache.



Durch den Bau des parallelen Radwegs kommen sich Rad- und Autofahrer nun nicht mehr in die Quere. Auch das Verbreitern der Fahrbahn auf 6,55 Meter und das Absenken der unübersichtlichen Kuppe haben die Verkehrssicherheit erhöht.

Um den Eingriff in Natur und Landschaft zu minimieren, wurden für den neuen Radweg zwei balkonartigen Konstruktionen am talseitigen Fahrbahnrand der L 255 erforderlich.

Obwohl nur ein extrem schmales Baufeld zur Verfügung stand, ist es gelungen, die vehemente Forderung der Region, auf Vollsperrungen weitgehend zu verzichten, in die Tat umzusetzen. Bis auf die Tiefbauarbeiten zur Absenkung der Kuppe während der Sommerferien 2013 kam der Bauablauf ohne Vollsperrungen aus.

"Die Ampelstrecken von bis zu 700 Meter Länge stellten zwar auch eine merkliche Beeinträchtigung dar, bewährten sich aber als ein wirksamer Bestandteil der Bauzeitoptimierung", bilanzierte Bürgermeister Werner Grüber die Verkehrsführung während der Bauzeit und dankte dem Land, dem LBM und der Baufirma für die schnelle und reibungslose Arbeit.

Insgesamt wurden mehr als 1.000 Kubikmeter Beton und mehr als 200 Tonnen Stahl verbaut. Das für die Baumaßnahme veranschlagte Budget in Höhe von 3,2 Millionen Euro wurde nicht überzogen. Die Baukosten trägt das Land Rheinland-Pfalz.

"Für die gesamte Region bedeutet die Fertigstellung dieses Teilstücks einen deutlichen Zugewinn an radtouristischer Attraktivität", fasste Landrat Kaul die wirtschaftliche Bedeutung des Wiedradwegs zusammen.


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