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Nachricht vom 02.08.2014    

ADAC Mittelrhein-Classic 2014 im Westerwald

Die beliebte Oldtimer-Rallye des ADAC mit Start und Ziel in Bad Ems führte großräumig durch den Westerwald. Das Wetter ließ verdeckloses Cabrio-Fahren zu. Alle Fahrzeuge waren im Bestzustand unterwegs und wurden entsprechend bewundert. Fahrer und Zuschauer an der Stecke hatten ihren Spaß.

Dieses Fahrzeug war einer der Hingucker. Fotos: Helmi Tischler-Venter

Selters. In Selters war am Samstagmittag, 2. August, ein Durchfahrt-Kontroll-Stop mit Fahrervorstellung im Tourenplan vorgesehen. So erfuhren Auto-Fachleute und Laien, die sich zahlreich auf dem Rewe-Parkplatz eingefunden hatten, eine ganze Menge über Fahrer, Fahrzeuge und Tour. Diese wurde in zwei Wertungsgruppen gefahren: Die Spitzenreiter waren für die „Sport-Sanduhr“ gemeldet. Sie mussten anhand des Tourenbuchs ihre Strecke finden, termingerecht Durchfahrtskontrollen bestehen und zwischendurch Wertungsprüfungen ablegen. Die ermittelten Punkte aller Stationen addierten sich zur Gesamtwertung. Fahrer dieser Gruppe bescheinigten einigen Sonderprüfungen anerkennend, sie seien „wirklich tricky“ gewesen.

Die zweite Meldegruppe musste vom Bordbuch vorgegebene Dinge finden, ansonsten durfte die Besatzung die Landschaft genießen. Das taten alle Fahrer, die Streckenführung erhielt stets großes Lob. Besonders erfreut waren die zahlreichen Cabrio-Fahrer, die ihre Persenning nicht brauchten und luftig „oben ohne“ fahren konnten.

61 Autos waren gemeldet, das älteste, ein „Wanderer“, war bereits 1927 zugelassen worden. Mit vielen „Ahs“ und „Ohs“ wurde der Senior begrüßt und jedes Detail des Wagens wurde hochachtungsvoll bewundert. Wunderschön anzusehen, liebevoll gepflegt und rücksichtsvoll behandelt, ist der Wagen immer noch zuverlässig unterwegs. Die geringe PS-Zahl der Oldies störte ihre Fahrer gar nicht, denn die Wagen dienen zum Genussfahren: „Schneller als 110 Stundenkilometer bin ich mit dem Auto noch nie gefahren“, bekannte ein Herr am Steuer.



Ganz andere Geräusche gaben die PS-starken Motoren der „neueren“ Porsche, BMW und Triumph von sich. Das jüngste Auto musste bis zum 31. 12. 1983 zugelassen worden sein, um bei der Mittelrhein-Classic dabei sein zu dürfen. Sehnsuchtsvolle oder wehmütige Blicke wurden auch diesen Autos zuteil. „Solch ein Auto hatte ich auch einmal“, war im Publikum zu hören und Fragen wie: „Weißt du noch?“ Von Zylinder, Hubraum, Baureihe und Zuverlässigkeit wurde geschwärmt.

Nostalgie und Autoverliebtheit treffen sich auch bei den Haltern der flachen Flundern. Leuchtend weiße Reifen und glänzender Chrom waren Standard. Auf die Frage, wie sich der Wagen im Winter verhalte, meinte der Fahrer: “Das Auto sieht keinen Winter.“

Fahrzeuge, die man nicht oft auf den Straßen sieht, kamen in großer Zahl nach Selters und warteten dort bis zu ihrer regulären Durchfahrtzeit. So blieb für die „Piloten“ Zeit für ein Picknick oder ein kurzes Schwätzchen mit einem Automobilfan.

Nach der letzten Durchfahrtkontrolle in Höhr-Grenzhausen am Spätnachmittag, sollten die Tour-Teilnehmer der Etappe Zwei ab 17 Uhr im Ziel in Bad Ems wieder eintreffen. Danach stand die Siegerehrung als abschließendes Highlight auf dem Plan. Helmi Tischler-Venter


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