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Nachricht vom 13.12.2014    

Mitgliederversammlung beim „Verein für Menschen mit Behinderung“

„Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück“: So lautet das Fazit, das der Verein für Menschen mit Behinderung (VMB) bei seiner Mitgliederversammlung zog. Am meisten beschäftigt den Verein gerade der Bau seiner eigenen Räumlichkeiten, die das Vereinsleben enorm bereichern werden.

Bei seiner Mitgliederversammlung hat der VMB seinen Vorstand neu gewählt. Foto: Privat

Neuwied. Zahlreichen Kindern mit Handicap und ihren Eltern hat er schon hilfreich unter die Arme gegriffen: Der „Verein für Menschen mit Behinderung“ (VMB) schreibt Erfolgsgeschichte. Mittlerweile hat er 399 Mitglieder. Die Liste der Aktivitäten ist lang. Von Wochenendbetreuungen über Ferienprogramme bis zur Beratung bietet der rührige Verein vielfältige Hilfestellungen an. Jetzt fand die Mitgliederversammlung statt inklusive Neuwahl des Vorstandes. Größtes Projekt momentan ist der Neubau, der dem VMB endlich eigene Räumlichkeiten bieten wird.

„Der Verein blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück und mit Spannung in die Zukunft“, resümierte die wiedergewählte Erste Vorsitzende des VMB, Kristina Münstermann. Wenige Worte, die denen Vieles mitschwingt. Denn der VMB mit Sitz in Neuwied füllt bereits seit 1966 – damals noch unter anderem Namen - eine wichtige Lücke in der Betreuung von Familien, in denen Kinder mit Handicap zu Hause sind. Wird ein Kind geboren, das sich nicht „normgerecht“ entwickelt, fühlen sich viele Eltern mit ihren Sorgen allein gelassen. Zudem sind diese Kinder oftmals besonders betreuungsintensiv. Hier ist der Verein mit Rat und Tat gefragt. Sichtbares Zeichen seines Erfolgs ist der Neubau, der nun auf dem Gelände des Heilpädagogisch-Therapeutischen Zentrums (HTZ) entsteht und neben HTZ-Kinderkrippe und Verwaltung auch endlich eigene Vereinsräumlichkeiten beherbergen wird. Der Erste Spatenstich fand im November statt.

320 Familien aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz werden momentan vom VMB betreut, berichten Kristina Münstermann und Diplom-Pädagogin Sandra Schunk. Die Pädagogin ist u.a. für die Beratungsleistung zuständig. 35 Wochenendbetreuungen konnten 2014 angeboten werden, davon zehn lange Wochenenden. Sie bieten den Eltern Gelegenheit, Kraft zu tanken, während sie ihre Kinder liebevoll betreut und gefördert wissen. Geboten wurden weiterhin vielfältigste Ferienprogramme. Daneben gibt es zahlreiche, regelmäßige Gruppentreffen für die Kinder und Jugendlichen, z.B. die Tennis-, Fußball-, Ballsport- oder Schwimmgruppe sowie ein Elterngesprächskreis.
Einmalige Veranstaltungen in 2014 waren etwa die Teilnahme am Karnevalszug in Mayen und am Fußballturnier der Stadt Neuwied, ein Theater- und ein Musikworkshop.



Da der Verein gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Rheinland-Pfalz/ Saarland Gesellschafter des HTZ ist, wurden auch zahlreiche Themen rund ums HTZ sowie die Förder- und Wohnstätten in Kettig diskutiert, wo der Verein ebenfalls Gesellschafter ist. So sind die neuen Wohngebäude für Menschen mit Behinderung am Rheindörfer Platz in St. Sebastian mittlerweile bezogen. Die Schwierigkeiten mit den Nachbarn, die aufgrund der gehandicapten Menschen um ihre Ruhe fürchten, ziehen sich aber weiter hin und nehmen, so Kristina Münstermann, „immer bizarrere Formen an“.

Gemeinsam mit dem „Verein zur Betreuung blinder und sehbehinderter Kinder Neuwied“ hat der VMB einen Fragebogen rund ums Thema Wohnplätze erstellt. Ergebnis: In den nächsten zehn bis 15 Jahren werden 110 Wohnplätze benötigt. Kristina Münstermann: „Mit diesem Ergebnis werden wir nun bei politischen Entscheidern tätig.“ Neben dem erwähnten Neubau gibt es weitere Projekte des HTZ, die im kommenden Jahr verwirklicht werden sollen.

Neu in den VMB-Vorstand gewählt wurden Nicole Esper und Antje Habich. Wiedergewählt wurden neben Kristina Münstermann Dr. Peter-Michael Herding, Mario Heim, Heidrun Walburg und Alfons Müller.



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