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Nachricht vom 14.12.2014    

BI Biogasanlage Anhausen lud zur Informationsveranstaltung

Nachdem es 2012 zu einer großen Leckage in dem Fahrsilo der Biogasanlage gekommen war, wurde die Anlage aufwändig saniert und im Oktober diesen Jahres wieder befüllt. Nach erneuten Undichtigkeiten hatte die Bürgerinitiative (BI) Biogasanlage zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.

Die Biogasanlage Anhausen bleibt Sorgenkind. Archivfoto: Wolfgang Tischler

Anhausen/Thalhausen. Der Einladung der BI waren viele Bürger des Kirchspiels Anhausen gefolgt. Das Bürgerhaus in Thalhausen war gut gefüllt. Der Betreiber, die SGD und die Kreisverwaltung waren ebenfalls gekommen und nahmen Stellung. Dirk Gerber, Geschäftsführer der Bioenergie Kirchspiel Anhausen GmbH gab Informationen zu den Schäden, die zu dem ersten großen Störfall führten. Nach seinen Worten waren die Betonfugen mit dem falschen Dichtmaterial ausgeführt und die Statik einer Wand stimmte nicht. Daneben war nicht das Material eingebaut, das ausgeschrieben war. Zudem wurde nach seinen Angaben bei der Abnahme ein falsches Datenblatt vorgelegt. Eine Beprobung hätte ergeben, dass die eingebauten Materialien so nicht vorgesehen waren. Auf Nachfrage wollte Gerber keine Details nennen, da die Bioenergie sich mit dem Bauunternehmen im Rechtsstreit befinde.

Das Fahrsilo wurde nun sehr aufwändig saniert. Zwei Gutachter haben laut Gerber die komplette Sanierung begleitet. Das Silo hat nun keine Rückwand mehr. Auf dem Boden wurde eine zusätzliche Dichtschicht aus Gussasphalt aufgebracht. Darüber befindet sich eine Schotterschicht, die als Drainage dient, falls die darüberliegende Asphaltdichtung Schäden bekommen sollte. Die Drainage endet in einem Schacht von 1,50 Meter Tiefe und 60 Zentimeter Durchmesser.

In diesem Schacht wurden laut Mitteilung vom 20. Oktober an die SGD Nord Gärsäfte entdeckt, die dort nicht hingehörten. Wir berichteten. Laut Auskunft an dem Versammlungsabend sollen es rund 900 Liter gewesen sein, die sich in dem Schacht sammelten. Rainer Jodes von der Kreisverwaltung, die die Flüssigkeit untersucht hat, sprach von “ziemlich reinem Gärsaft”. Wo der Gärsaft herkam und wie er in die Drainageschicht gelangt ist, ist unbekannt. Der für die SGD Nord anwesende Hans Carstensen sagte ganz klar: “Es besteht Handlungsbedarf im neuen Jahr!” Gärsäfte scheinen diesesmal nicht in den Untergrund eingedrungen zu sein, denn regelmäßige Messungen an der Quelle des Burbaches ergaben keine entsprechende Einträge. Die BI ist mittlerweile in der Lage eigene Messungen vorzunehmen.



Die Frage aus dem Zuschauerraum kam prompt: Woher weiß man, dass die unterste Gussasphaltschicht dicht ist?“ Ein anwesender Gutachter für Asphalt erklärte, dass Gussasphalt in seiner Konsistenz sehr dicht ist, da sie kaum Hohlräume aufweise, aber eine 100prozentige Sicherheit gibt es nicht. Eine direkte Kontrolle ist nicht mehr möglich.

Da derzeit aus der eingelagerten Silage kein Gärsaft mehr austreten kann, wird die Suche der Leckage erst nach Verbrauch im nächsten Jahr erfolgen.

Ab November 2013 erholt sich der Burbach wieder langsam. „Aber mit der Artenvielfalt ist es derzeit noch nicht weit her“, war zu hören. Die Kreisverwaltung hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket für den Burbach erarbeitet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 80.000 Euro. Die Maßnahmen mit hoher Priorität kosten 21.000 Euro, für die mittlere Priorität müssen 25.000 investiert werden, der Rest hat niedrige Priorität. Darunter fällt auch die Umleitung des Burbachs an einem Fischteich vorbei.

Die Verbandsgemeinde Rengsdorf hat einen Förderantrag für den naturnahen Ausbau des Burbachs gestellt. Friedhelm Kurz von der BI forderte, dass sich die Bioenergie finanziell beteiligt. Dirk Gerber sagte dies zu. Auf Nachfrage über die Höhe der Beteiligung wollte er nichts sagen. „Da muss ich erst mit den Gesellschaftern abstimmen“, war seine Antwort. Mit den Maßnahmen wird laut Rainer Jodes im kommenden Jahr begonnen. Wolfgang Tischler


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