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Nachricht vom 09.02.2015    

Bürgerempfang der SPD Neuwied in Landesblindenschule

Am Sonntag, den 8. Februar lud der Stadtverband der SPD zum Neujahrsempfang. In der Aula der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte in Neuwied-Feldkirchen wurden interessierte Bürger empfangen. Politische Gastrednerin war die neue Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Oberbürgermeister Nikolaus Roth begrüßt die Gäste. Fotos: Uwe Schumann

Neuwied. Oberbürgermeister Nikolaus Roth begrüßte alle Gäste zum Bürgerempfang. Er begrüße besonders die Gastrednerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die seit Kurzem Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz ist.

Roth sprach über die aktuelle Situation der Stadt Neuwied, der Wirtschaft und den Plänen für die nahe Zukunft. Erwartet werden nicht nur Entlastungen vom Bund, sondern auch die Erweiterung der Blindenschule zur Förderschule, so wie es bei der Landesschule für Gehörlose und Schwerhörige in Neuwied der Fall war. Desweiteren wurde die die Situation bei der Firma „Whitesell“ angesprochen. Allgemeiner Beifall erhielt Roth, als er sich gegen das Herunterwirtschaften der lokalen Unternehmen durch ausländische Gesellschaften aussprach.

In ihrer Rede sprach Sabine Bätzing-Lichtenthäler über ihre Tätigkeit im Ministerium. Sie gab an, dass ihr Schwerpunkt beim Thema Demographie läge, dies sei das Dach all ihrer Aufgabenbereiche. Bei der Demographie, so Bätzing-Lichtenthäler, stellt man sich auf die Veränderung der Gesellschaft ein. Um es stark zu vereinfachen „Demographie ist: wir werden älter, weniger und bunter“. Aufgrund bestehender Statistiken geht hervor, dass die Menschen im Schnitt fünf Jahre alter werden. Wer älter wird, wird auch krank. Dies ist bei 20 Prozent der Älterwerdenden der Fall.

Neuwied ist 2014 auf dem gleichen Stand der Einwohnerzahl wie einst 1990. Der Trend geht eindeutig zu dahin, dass junge Menschen und auch Familien, nicht nur berufsbedingt, in die urbanen Gebiete ziehen. Auch die Vermischung verschiedener Kulturen und Religionen sorgen für einen Wandel.


Weiter führte Sabine Bätzing-Lichtenthäler aus, dass knapp dreiviertel der Bürger in Rheinland-Pfalz von der Politik erwarten, dass man sich auf diesen Gesellschaftswandel einstellt und den Rahmen dementsprechend gestaltet. Für Bätzing-Lichtenthäler heißt dies, man müsse für die Gesundheitsversorgung, Wohnraum und Arbeitsplätze sorgen, damit das Leben weiterhin attraktiv bleibe und es keine Abwanderung in die Ballungsgebiete gibt. Um die Versorgung im Gesundheitsbereich zu gewährleisten, ist es notwendig, dass es nicht nur für die Älterwerdenden genug Pflegekräfte gibt, sondern auch dass genug Ärzte die Grundversorgung übernehmen.



Es muss der Rahmen geschaffen werden, um mehr Ärzte ausbilden zu können. Die Investitionsmöglichkeiten für Ärzte, die sich niederlassen möchten, sollen vereinfacht werden. Geplant sind auch medizinische Versorgungszentren, die zum Teil kommunal gefördert und betrieben werden.

Die Nachfrage nach Wohnraum ist natürlich auch ein aktuelles Thema. Laut Bätzing-Lichtenthäler ist es keine Lösung alten Menschen eine Umzugsprämie zu zahlen, damit diese aus ihren Eigenheimen ausziehen. Man prüfe derzeit die Alternativen hierzu. Es ist notwendig, dass es ein breites Angebot für Wohnformen gibt, die sich den Bedürfnissen jedermann anpasst. Wichtig sei natürlich auch die Bezahlbarkeit, gerade im Alter.

Bätzing-Lichtenthäler sprach Whitesell ebenfalls an. Es schadet der Region und der gesamten Wirtschaft, wenn es den Unternehmen schlecht ginge. Sie als Ministerin bekundet Solidarität mit den dortigen Angestellten. Man stünde im engen Kontakt, um Lösungen zu finden. Aber dies ist nur ein Projekt. Auch der Fachkräftemangel wurde thematisiert, genauso, wie die Wiedereingliederung zum Beispiel bei Kranken oder bei Frauen, die nach dem Mutterschutz wieder ihren Beruf antreten wollen.

Begleitet wurde die Veranstaltung musikalisch vom Frauenchor 1989 Heimbach-Weis unter der Leitung von Wilfried Stupperich. Er und seine Frau Elfi gaben auch einige Duette zum Besten. Uwe Schumann



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