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Nachricht vom 07.08.2015    

CDU-Kreisvorstand informierte sich über Notfalldienst

Der Vorstand der Kreis-CDU hatte zum Erfahrungsaustausch mit der Kreisärzteschaft Neuwied geladen. Dr. Anja Meurer und Dr. Joachim Courtial stellten beim gemeinsamen Treffen die Erfahrungen und Neuerungen des hausärztlichen Notrufdienstes in dem Mittelpunkt.

Foto: privat

Neuwied. Die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum ist auch für den Kreis Neuwied ein wichtiges Thema. Die Erreichbarkeit des eigenen Hausarztes ist nicht mehr in allen Gemeinden und Ortschaften innerhalb weniger Minuten gegeben. Hinzu kommt, dass die Lebensumstände junger Ärzte im Wandel sind. „Hausarztpraxen auf dem Land müssen attraktiv für junge Ärzte werden“, fordert CDU-Kreisvorsitzender Erwin Rüddel.

2005 wurde nach langjähriger Diskussion der Bereitschaftsdienst Rheinland-Pfalz durch die Fusion der vier Kreisverbände geschaffen. Eine Bereitschaftsdienstzentrale befindet sich in Neuwied. Rezeption, drei Behandlungszimmer, Aufenthaltsraum und Schlafgelegenheit stehen zur Verfügung. Ein ärztlicher Leiter wird vom zuständigen Kreisverband ernannte. Neben Notfallkoffer, EKG, PC-System und Handys stehen auch zwei PKW sowie auf Wunsch ein Fahrer bereit.

Dr. Anja Meurer lobt zudem die gute Kooperation mit der Rettungsleitstelle und den Krankenhäusern. „Die Bereitschaftszentrale ist aber nicht nur Anlaufstelle für Patienten. Bei Bedarf können auch Hausbesuche für Patienten, die nicht nach Neuwied kommen können, angefordert werden“, erklären Meurer und Courtial. Die beiden Mediziner sehen einige Vorteile in der Gründung der Bereitschaftsdienstzentrale.



„Es ist ein Gewinn an Lebensqualität, denn die ärztliche Tätigkeit erfährt mehr Strukturierung“, betont Dr. Joachim Courtial und ergänzt: „Die Weitergabe und Veräußerung der Praxen wird dadurch ebenfalls leichter.“ Dr. Anja Meurer erklärt auch einen Strukturwandel in den Familien der Ärzte: „Früher war die ganze Familie beim Notfalldienst eingespannt. Das fällt durch die kalkulierbaren Dienste und Mitarbeiter in den Bereitschaftszentren weg.“

Natürlich blieb in der Diskussion nicht unerwähnt, dass sich die Anfahrtswege für die Ärzte verlängert haben, aber „die Durchführung des organisierten Bereitschaftsdienstes entspricht dem Pflichtprogramm und die Arbeit in unseren Individualpraxen dem Kürprogramm“, so die beiden Mediziner. Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel kennt die Thematik seit vielen Jahren auch aus seiner Arbeit im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages. „Das Modell hat sich mittlerweile im Kreis Neuwied bewährt“, sagte Erwin Rüddel und er betont: „Wir müssen unser Gesundheitssystem so umbauen, dass es den Ärzte- und Patientengenerationen der Zukunft gerecht wird.“


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