Werbung

Nachricht vom 01.02.2016    

Sprache öffnet Türen

In den Kommunen vor Ort wurden von Politik, Verwaltung, Wohlfahrtsverbänden und Bürgerschaft enorme Anstrengungen unternommen, um den Flüchtlingen fast aus dem Nichts Obdach, Versorgung und Betreuung zu organisieren. Ein großer Kraftakt, dem nunmehr in einem zweiten Schritt zügig Perspektiven und konkrete Maßnahmen für eine gelingende Integration folgen müssen.

Fotos: privat

Neuwied. Denn viele Flüchtlinge, denen über das Bundesamt für Migration und Integration ein dauerhaftes oder befristetes Bleiberecht zuerkannt wird, werden in Deutschland bleiben. Daher ist ihre Integration in die deutsche Gesellschaft und insbesondere in den Arbeitsmarkt eine besondere Herausforderung. Verwaltungen und Organisationen müssen und werden sich auf die Anforderungen, die sich allein schon wegen der Größenordnung ergeben, einstellen.

„Dabei ist der Arbeitsmarkt der größte Katalysator für die Integration“, betonen Dilorom Jacka und Andrea Oosterdyk von Stadt und Kreis Neuwied. „Integration findet in den Kommunen statt und sie hängt maßgeblich von den Angeboten vor Ort und dem Engagement von haupt- und ehrenamtlichen Kräften ab. Hier leisten die Integrationsbeauftragten und Flüchtlingskoordinatorinnen und -koordinatoren einen wichtigen Beitrag“, würdigte Miguel Vicente Beauftragter der Landesregierung für Migration, Integration und Flüchtlinge die Koordination und das Miteinander vor Ort.



Bei der jüngsten Sitzung ging es um die Eingliederung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt, der eine Schlüsselrolle bei der Integration von Zuwanderern spielt, so die einhellige Einschätzung der Integrationsexperten. Beschäftigung und Arbeit beschleunigen den Lernprozess, sich hier einzuleben und eine neue Lebensperspektive aufzubauen. Die Integrations- und Flüchtlingsexperten brachten es auf die Punkt: „Die Angebote verschiedener Institutionen müssen unbedingt besser miteinander vernetzt und aufeinander abgestimmt werden, um erfolgreich zu wirken.“ Dabei ist der Zugang der Flüchtlinge zu Sprachkursen nach wie vor ein wichtiges Thema. Seitens des Ministeriums für Soziales und Arbeit wurden schon angelaufene Maßnahmen von Arbeitsagentur und Jobcenter vorgestellt, die zunächst einmal die Qualifikationen und beruflichen Erfahrungen der Flüchtlinge feststellen sollen, damit eine Vermittlung gelingen kann.



Lesen Sie gerne und oft unsere Artikel? Dann helfen Sie uns und unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit im Kreis Neuwied mit einer einmaligen Spende über PayPal oder einem monatlichen Unterstützer-Abo über unseren Partner Steady. Nur durch Ihre Mithilfe können wir weiterhin eine ausgiebige Berichterstattung garantieren. Vielen Dank! Mehr Infos.



Lokales: Neuwied & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
 

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Natur hautnah erleben: Das Jahresprogramm des Naturparks Rhein-Westerwald

Der Naturpark Rhein-Westerwald und das Forstamt Dierdorf präsentieren ein Jahresprogramm mit über 190 ...

Zwei starke Frauen: Fritz und Hirschberger erhalten Ehrenpreis der Johanna-Loewenherz-Stiftung

Im Roentgen-Museum Neuwied wurde der Ehrenpreis der Johanna-Loewenherz-Stiftung an zwei bemerkenswerte ...

Informationsabend zur Kommunalen Wärmeplanung für Bürger der Verbandsgemeinde Puderbach

Die Verbandsgemeinde (VG) Puderbach lädt alle interessierten Bürger am Montag, 7. April, um 18.30 Uhr ...

Warnung vor Fake-Bußgeldbescheiden vom Kraftfahrt-Bundesamt

Mit dieser persönlichen Warnung möchte unser Redakteur Wolfgang Rabsch auf eine besonders perfide Masche ...

Seniorenzentrum Josef-Ecker-Stift Neuwied erhält 27.500 Euro von der Senatspräsident-Ecker-Stiftung

Das Marienhaus Seniorenzentrum Josef-Ecker-Stift in Neuwied öffnete seine Türen, um die frisch renovierten ...

Treffpunkt für Trauernde: Austausch und Unterstützung in Neuwied

Der Neuwieder Hospizverein bietet Eltern, die um ein erwachsenes Kind trauern, einen besonderen Treffpunkt. ...

Weitere Artikel


Engerser „Schukis“ auf tierischer Expedition

Seit einigen Wochen beschäftigen sich die zukünftigen Schulkinder der städtischen Kindertagesstätte „Villa ...

Informationselektroniker erhielten Gesellenbriefe

In grauer Vorzeit plagten sich ihre Vorgänger mit Schreibmaschinen rum, wechselten Farb- und Korrekturbänder ...

Abenteuer mit dem kleinen Drachen Kokosnuss

Das Team des „Kino für Kinder“, Tanja Buchmann (Kinder- und Jugendbüro), Michael Mertes (Minski) und ...

Elf Schwerpunkt-Kitas werden in sprachlicher Bildung unterstützt

„Im Kreis Neuwied werden insgesamt elf Schwerpunkt-Kitas vom am 1. Januar gestarteten Bundesprogramm ...

KG Unkel brachte Saal zum Kochen

Die Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft (KG) Unkel glänzte mit rheinischem Frohsinn und Narretei vom ...

Ellen Demuth moniert Unterrichtsausfall

Das erste Schulhalbjahr ist vorüber, die Zeugnisse sind verteilt. Doch der Unterrichtsausfall ist nach ...

Werbung