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Nachricht vom 19.05.2016    

Seit fünf Jahrzehnten Schüleraustausch mit Frankreich

Jedes zweite Jahr fahren Schüler und Schülerinnen aus Saint-Dié-des-Vosges in Frankreich nach Bad Honnef und ebenso erfolgt der Gegenbesuch. Diese Schulpartnerschaft der Realschule Sankt Josef mit dem Collège Sainte Marie besteht seit 50 Jahren und ist somit eine Rarität.

Schülergruppe aus dem französischen Saint Dié in den Vogesen in Begleitung von Lehrer und Lehrerinnen zu Besuch im Bad Honnefer Ratssaal bei Bürgermeister Otto Neuhoff (Mitte). Foto: privat

Bad Honnef. Die Schulpatenschaft ist noch einmal zehn Jahre älter als die Städtepartnerschaft Bad Honnefs mit Berck sur Mer in Frankreich, wobei das 40-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft, das dieses Jahr ausgiebig gefeiert wird, ebenfalls bemerkenswert ist. Schul- und Städtepartnerschaft bilden ein festes Fundament für die deutsch-französische Freundschaft.

Bürgermeister Otto Neuhoff empfing 20 französische Schüler und Schülerinnen aus Saint-Dié-des-Vosges während ihres Besuches in Bad Honnef im Ratssaal. Für die knappe Woche ihres Aufenthalts haben sie gemeinsamen Unterricht mit den gastgebenden Schülern und Schülerinnen an der Realschule und absolvieren ein ausgiebiges Besichtigungsprogramm. Untergebracht sind sie bei den Gastfamilien.

Begleitet wurde die Gruppe von Lehrerin Ursula Landau, die den Schüleraustausch auf deutscher Seite seit 1980 begleitet. Denise Labadie ist die Lehrerin aus Frankreich, die sich mit großem Engagement für den Austausch einsetzt und ganz begeistert vom Vortrag von Bürgermeister Otto Neuhoff über Politik und sein Bürgermeisteramt war. Der Bürgermeister hieß die Schüler und Schülerinnen herzlich willkommen und stellte die kommunalpolitischen Gegebenheiten in Bad Honnef vor.



Fragen aus der Schülerschaft betrafen seinen politischen Werdegang als parteiloser Bürgermeister. Otto Neuhoff brach eine Lanze für die Demokratie und erklärte: „Ich freue mich, so viele junge Leute zu treffen, die sich dafür interessieren, wie eine Gemeinde funktioniert. Gemeinde kommt von Gemeinschaft. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich zu engagieren und ein Teil der Gemeinschaft zu werden." Er ermunterte die Schüler und Schülerinnen immer ihre Augen und Ohren offen zu halten, um das Bewusstsein für Türen, die sich auftun, zu schärfen.

Stellvertretend für alle bedankte sich zum Abschluss des Empfangs einer der französischen Schüler in perfektem Deutsch beim Bürgermeister für die herzliche Aufnahme und das Gespräch.



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