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Nachricht vom 14.08.2016    

Die Kümmerin der Aktiv-Region Rhein-Wied zieht Bilanz

Ein wichtiger Bestandteil der sozialen Versorgung besteht darin, insbesondere älteren und oft alleinstehenden Menschen dabei zu helfen, ihre Selbständigkeit möglichst lange zu erhalten und ein eigenständiges Leben in vertrauter Umgebung führen zu können. Dafür hatte die Verbandsgemeinde Linz auf Initiative des Seniorenbeirates schon vor Jahren das Konzept für den Einsatz eines Kümmerers als Ansprechpartner für den Hilfe suchenden Personenkreis entwickelt.

Freuten sich über die positive Bilanz: Die stellvertretende Vorsitzenden des Seniorenbeirates Wolfgang Walter und Gertrud Braun (links und rechts), sowie Waltraud Schmaus die Kümmerin und Bürgermeister Hans-Günter Fischer. Foto: Klaus Krumscheid

Linz. Durch die Förderung im Rahmen der Zukunftsinitiative „Starke Kommunen – Starkes Land“ des Innenministeriums Rheinland-Pfalz konnte im Juli des vergangenen Jahres die Stelle einer Kümmerin eingerichtet werden. Bürgermeister Hans-Günter Fischer freute sich darüber, mit Waltraud Schmaus als Kümmerin der Verbandsgemeinde Linz eine kompetente Persönlichkeit gefunden zu haben, die sich bereits seit vielen Jahren sozial engagiere.

Wie wichtig die Arbeit der Kümmerin als Ansprechpartnerin nicht nur für die älteren Menschen ist, konnte sie jetzt in ihrer Jahresbilanz verdeutlichen. Im ersten Jahr hat Waltraud Schmaus bei nahezu zweihundert Hausbesuchen Menschen im Alter von Ende vierzig bis Mitte neunzig getroffen und sich deren Nöte und Sorgen angehört.

Denn ganz wichtig ist für Waltraud Schmaus die persönliche Begegnung mit den Menschen; genau hinzuhören und hinzuschauen, um herauszufinden, an welcher Stelle Hilfe oder Unterstützung gebraucht werden. „Manchmal sind es schon allein Besuche und Gespräche, die gut tun und die Einsamkeit der Menschen durchbrechen und ihnen das Gefühl geben, dass sie nicht vergessen sind“, betont die Kümmerin. Bei diesen Begegnungen werden dann natürlich auch die Punkte angesprochen, wo konkrete Hilfe in oft schwierigen Lebenssituationen erforderlich ist.

Öfters rufen Menschen die Kümmerin um Hilfe an, wenn ein Partner schwer krank oder vor kurzem verstorben ist und helfende Angehörige nicht vorhanden oder zu erreichen sind. Wenn es Probleme mit Behörden gibt oder Formulare auszufüllen sind, versucht Waltraud Schmaus die passende Hilfe zu vermitteln oder begleitet die Hilfesuchenden beim Behördengang. Alleinstehenden Menschen vermittelt sie den Hausnotruf, Essen auf Rädern, den Bürgerfahrdienst oder die Möglichkeit einzukaufen. Als wichtigen Bestandteil ihrer Arbeit nennt Waltraud Schmaus die Vermittlung oder Begleitung bei Gesprächen mit Sozialdiensten, Betreuern oder Ärzten. Als konkrete Maßnahmen gegen drohende Vereinsamung vermittelt sie die gesellschaftlichen Kontakte und begleitet die Menschen beim ersten Besuch im Gemeindecafé, im Trauercafé oder anderen Treffpunkten.



Gemeinsam mit der Freiwilligenbörse bietet die Kümmerin ihre Unterstützung bei der Suche nach ehrenamtlichen Helfern an, die den meist älteren Menschen im Alltag behilflich sein können. In diesem Zusammenhang weist Waltraud Schmaus darauf hin, dass in den Ortsgemeinden Dattenberg, Leubsdorf, St. Katharinen und in der Stadt Linz ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz sind, die als „Kümmerer vor Ort“ das soziale Angebot erweitern.

Den Kontakt zur Kümmerin finden die Hilfesuchenden telefonisch über 02644-560177, per E-Mail über kuemmerer@vg-linz.de, aber auch über die Ortsbürgermeister, die Verwaltung, durch Nachbarn, Angehörige oder soziale Einrichtungen wie zum Beispiel den Bürgerfahrdienst. Unterstützung bei ihrer Arbeit erfährt Waltraud Schmaus bei den Pflegestützpunkten, den Pflege- und Betreuungsdiensten, beim ambulanten Hospiz, sowie den Ansprechpartnern und Kollegen bei der Verbandsgemeindeverwaltung.

Weitere Informationen zur Arbeit der Kümmerin bietet ein Flyer, der jetzt neu aufgelegt und in Kürze an den bekannten Stellen zu bekommen sein wird.


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