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Nachricht vom 26.08.2016    

Betrügerische Anrufer in Bad Honnef machten Beute

Gauner gaben sich als "Polizist" und "Staatsanwältin" aus und erbeutete mehrere tausend Euro. In den Mittagstunden des 24. August ergaunerten noch unbekannte Täter mehrere tausend Euro von einer 74-jährigen Frau. Der Betrug wurde hierbei über einen telefonischen Kontakt eingefädelt.

Die echte Polizei ruft nie über die Telefonnummer 110 an und warnt. Symbolfoto: NR-Kurier

Bad Honnef. Bereits in den späteren Abendstunden des 23. August erhielt die Seniorin in ihrer Bad Honnefer Wohnung einen Anruf von einem ihr unbekannten Mann. Dieser gab sich als "Mitarbeiter der Polizei" aus und erklärte der Seniorin, dass ihm Erkenntnisse über "rumänische Täter, die es auf ihr Vermögen abgesehen hätten, da sie unter anderem auch ihre Anschrift und ihre Bank kennen würden" vorliegen würden.

Nachdem die später geschädigte Frau zunächst skeptisch war und das erste Gespräch beendet hatte, ließ sie sich bei einem weiteren Anruf auf die Telefonate ein, da in ihrem Display die Rufnummer des Anrufenden mit "0228 110" angezeigt wurde und sie somit glaubte, tatsächlich mit der Polizei zu sprechen.

In weiteren Gesprächen, die bis in Vormittagsstunden des 24. August reichten wurde der Seniorin schließlich empfohlen, ihr gesamtes Bargeld von den Konten abzuheben und dieses so zu "sichern". Die 74-Jährige hob schließlich mehrere tausend Euro ab, verstaute das Geld in einem Umschlag und übergab die gesamte Barschaft schließlich - wie telefonisch mit dem Unbekannten vereinbart - gegen 10 Uhr an einen "beauftragten Boten". Der Unbekannte - der zeitweise gemeinsam mit einer "Staatsanwältin" auf die Geschädigte am Telefon eingeredet hatte - sagte schließlich zu, das Bargeld nach erfolgter Prüfung in den Nachmittagsstunden wieder zurückzugeben.



Nachdem die Dame ihr Bargeld jedoch in den Nachmittagsstunden nicht zurück erhielt, schaltete die Seniorin gegen 16:45 Uhr die Polizei ein. Das zuständige KK 24 hat die Ermittlungen zu dem Geschehen übernommen und rät: Seien Sie skeptisch bei Anrufen von angeblichen Polizeibeamten und/oder Staatsanwälten, auch wenn diese vor mutmaßlichen Straftätern warnen! Die Polizei ruft nie mit der Kennung "110" an. Die Polizei warnt auch telefonisch nicht vor möglichen bevorstehenden Einbrüchen. Nutzen Sie bei zweifelhaften Sachverhalten die Rückrufmöglichkeit bei der polizeilichen Leitstelle und wählen Sie im Ernstfall auch den polizeilichen Notruf 110!

Hinweise auf verdächtige Beobachtungen oder Feststellungen, die gegebenenfalls auch mit dem aktuellen Fall im Zusammenhang stehen könnten, nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0228 150 entgegen.


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