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Nachricht vom 01.12.2016    

Straßenhaus: Grüne und Gemeinde haben bei Kita andere Sichtweisen

Der erneute Antrag der Fraktion Bündnis 90 / die Grünen zur Schaffung von weiteren Betreuungsplätzen durch Neubau einer KiTa in Straßenhaus wurde in der Sitzung des Gemeinderates am 22. November angenommen. Dem widerspricht die Ortsgemeinde auf Nachfrage und hat eine völlig andere Sichtweise auf die Dinge. Nachstehend beide Darstellungen.

Symbolfoto

Straßenhaus. Die Grünen meinen: „Drei Grundstücke kommen in Frage, eines davon an der Niederhonnefelder Straße neben der Turnhalle. Auch die Trägerschaft ist noch nicht endgültig geklärt. Die Grünen befürworten eine Trägervielfalt, damit Eltern eine Wahlmöglichkeit haben. Eine Möglichkeit wäre unter anderem die Einrichtung einer integrativen Kindertagesstätte im Sinne der UN-Behindertenkonvention. Dies wäre dann die erste in der Verbandsgemeinde Rengsdorf. Auch eine Trägerschaft durch die Orts- oder Verbandsgemeinde ist vorstellbar. Als Beispiel: Das HTZ, Heilpädagogisch-Therapeutisches Zentrum Gemeinnützige GmbH, Neuwied, ist nunmehr schon mehrfach Träger integrierter Kindertagesstätten.“

Dazu die Aussage der Ortsgemeinde: „Leider handelt es sich auch bei dieser Pressemitteilung der Fraktion „Bündis 90/Die Grünen“ wieder um eine fehlerhafte Information der Mitbürger. Der Gemeinderat Straßenhaus hat lediglich beschlossen, den eventuellen Neubau einer KiTa zu unterstützen. So wie es all die Jahre bisher immer von allen Gemeinden im Kirchspiel unterstützt wurde, wenn der Träger oder die KiTas mit Vorschlägen an die Gemeinde- und Verbandsgemeindeverwaltungen heran getreten sind. Denn ein Neubau wird nur in Zusammenarbeit mit dem Kindergartenzweckverband des Kirchspiels Honnefeld und dem Träger, der evangelischen Kirchengemeinde, und mit Zustimmung des Kreises erfolgen. Es bleibt auch festzuhalten, dass das Thema schon lange behandelt wird – wie bereits mehrfach durch den Träger, die evangelische Kirchengemeinde und auch die KiTa-Leitung kommuniziert.“

Die Grünen: „Die KiTa-Realisierung wird erhebliche finanzielle Mittel erfordern. Nachdem insbesondere durch die Baumaßnahme Dorfgemeinschaftshaus die zuvor angesammelten liquiden Mittel gemäß Darstellung im Haushaltsplan nahezu aufgebraucht sind, wird eine höhere Kreditaufnahme erfolgen müssen als zunächst vorgesehen. Die Gesamtbelastung kann nur durch Zuschüsse von Kreis und Land gemildert werden. Auch aus diesem Grunde sehen die Grünen den gesamten Vorgang als vordringlich an. Schließlich gibt es keine Möglichkeit, der gesetzlichen Verpflichtung zur Schaffung von ausreichenden KiTa-Plätzen auszuweichen.“



Dem entgegnet die Ortsgemeinde: „Den Antrag der „Bündnis 90/DIE Grünen“, völlig planlos eine Millionen Euro für einen Neubau einer KiTa in den Haushalt der Ortsgemeinde Straßenhaus einzustellen, nahmen sie zurück. Hiervon liest man nichts in der Presse. Der Zweckverband hat sich hingegen schon länger mit Lösungen befasst. Die einen sorgen halt für Lösungen, die anderen für Verwirrung. Wenn es der Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ darum geht, wie aus den Zeilen zu lesen ist, Lob zu erhalten für etwas, was hier pressewirksam immer wieder aufgebauscht wird – dann kann man nur sagen: Vielen Dank dafür, dass die Erzieherinnen der KiTa-Straßenhaus nun wissen, dass sie unzufrieden sind – obwohl sie es bisher gar nicht waren; dass die KiTa Straßenhaus über Wartelisten verfügt - obwohl das gar nicht stimmt. Die KiTa Straßenhaus völlig überfüllt ist - obwohl noch kein „Bündnis 90/Grüner“ seinen Fuß in die KiTa gesetzt hat; das Konzept schlecht ist – obwohl es von vielen Eltern bevorzugt wird; die „Waldgruppe“ nur ein Provisorium ist - obwohl sie als feste Gruppe zeitlich unbegrenzt genehmigt ist und weit über die Kreisgrenzen hinaus Anerkennung findet; die KiTa Straßenhaus keine Home-Page hat - obwohl sie mit der Home-Page der Ortsgemeinde verlinkt ist; und, und, und.. Vielen Dank dafür.“

Die Grünen sagen: „Eltern, die bisher trotz bestehender Berechtigung keine Anträge zur Erlangung eines Betreuungsplatzes gestellt haben, sollten dies nachholen. Damit könnte die Bedarfsplanung, die bisher gemäß Verlautbarung keine Wartelisten kennt, durch echte Zahlen konkretisiert werden. Die B’90 / Grünen -Fraktion wird „am Ball bleiben“, um das Thema mit Entscheidungen und zweckdienlichen Abstimmungsergebnissen - vor allen Dingen zum Wohle der Kinder - voranzubringen.“

Abschließend die Ortsgemeinde: „Immerhin sollte man aber dankbar sein, dass man eines wieder hieraus lernen konnte: das Parteipolitik auf der Ebene der Ortsgemeinden einfach nichts zu suchen hat. Vielmehr geht es darum gemeinsam zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger an einem Strang zu ziehen. So wie es bis vor einiger Zeit hier guter Brauch war und auch wieder werden sollte. Wir sind schon lange „am Ball“…und am Bürger.“


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