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Nachricht vom 24.02.2017    

Rätsel um die grauen Kästen am Straßenrand sind gelöst

In letzter Zeit tauchen im Stadtgebiet Neuwied und in den Ortsteilen seltsame graue Kästen am Straßenrand auf. Viele fragen sich, was das ist, und die Liste der Theorien ist recht lang. Der NR-Kurier hat nachgefragt und das Rätsel gelöst.

Sie zählen Fahrzeuge und messen die Geschwindigkeit. Fotos: Uwe Schumann

Neuwied. Die grauen Kästen waren in der Vergangenheit schon einmal hier und dort aufgetaucht. Aber keiner wusste genau, was das ist. Ein paar Tage später waren sie dann wieder weg und standen auf einmal an einer anderen Stelle. Was aber bleibt ist die Frage, um was es sich bei dem Kasten handelt.

Einige sagen, dass es ein neuartiger Blitzer sei, der die Geschwindigkeit misst und unbemerkt Aufnahmen macht – ganz ohne Blitz und ohne dass man es mitbekommt. Andere behaupten wiederum, dass es eine Messanlage für Autoabgase sei oder allgemein die Luftqualität und Niederschlagsmengen aufzeichnet. So abwegig wäre diese Theorie auch nicht. Die EU-Kommission achtet sehr genau Stickstoffdioxid-Werte (NO2) in der Luft und hat schon einzelne Städte abgemahnt.

"Es handelt sich nicht um einen Blitzer, sondern es geht um eine Messanlage zur Geschwindigkeitsanzeige", erklärt Erhard Jung, Pressesprecher der Stadt Neuwied, auf Nachfrage. "Genau gesagt wird damit nicht nur die Geschwindigkeit auf einer Anzeigetafel ('Sie fahren …'-Schilder) angezeigt, um eventuelle Raser auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen und ein Stück weit an die Vernunft zu appellieren. Die Anlage kann noch mehr: Sie speichert zum Beispiel auch, wie viele PKW oder LKW in welchem Zeitraum unterwegs waren. Ebenso kann sie natürlich dokumentieren, wie viele Fahrzeuge zu schnell waren. Das passiert vollkommen anonym, es werden also keine Kennzeichen oder Hinweise zum Fahrer aufgenommen.“



Früher war Verkehrszählung recht aufwändig. Bei Wind und Wetter standen Mitarbeiter oder Beauftragte der Behörden am Straßenrand und füllten Strichlisten. Die Ergebnisse waren oftmals sehr ungenau beim Abgleich. Der elektronische Verkehrszähler (hier ein sogenanntes "Seitenradar-Gerät") erhebt die Daten automatisch und unabhängig vom Wetter und der Tageszeit. Diese Daten sind wesentlich genauer und helfen den Straßenbehörden den Verkehrsfluss, zum Beispiel mit Ampeln, zu steuern. Uwe Schumann



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