Annegret Held liest in Dierdorf
Der Dierdorfer Kulturkreis präsentiert am Freitag, 31. März, um 19 Uhr in der Alten Schule "Am Damm" die Autorin Annegret Held. Sie liest aus ihrem Buch "Armut ist ein brennend Hemd“. Die Westerwälderin liest am liebsten in ihrer Heimat, bisweilen auch im Dialekt. Sehr spannend berichtet sie von ihren Recherchen für die historischen Romane.

Dierdorf. Annegret Held ist eine der besten und unprätentiösesten Autorinnen in Rheinland-Pfalz. Die 1962 in Pottum am Wiesensee geborene Annegret hatte schon früh das Berufsziel Schriftstellerin, daher wollte sie Erfahrungen in der Welt sammeln, um darüber schreiben zu können. Über ihre Erlebnisse als Polizeihauptwachtmeisterin in Hessen schrieb sie ein Buch, das Aufmerksamkeit erregte. Parallel zu ihrem Studium der Ethnologie und Kunstgeschichte arbeitete die alleinerziehende Mutter in einer Anwaltskanzlei, im Pflegebereich und als Luftsicherheitsassistentin.
Ihre Romane rücken den Alltag von Menschen ins Zentrum, die sonst in der Literatur am Rande stehen, weil sie auch sonst am Rande stehen. Der Band "Armut ist ein brennend Hemd" ist der zweite Teil einer Westerwald-Trilogie. Der fiktive Ort Scholmerbach in Helds Romanen trägt deutliche Züge von Pottum.
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Der Roman berichtet über die französische Zeit, die für Scholmerbach am 15. August 1806 begann. Trunksucht war im Westerwald genauso verbreitet wie Aberglaube. Die Hungersnot im Westerwald 1848 war so schrecklich, dass die Männer dem Herzog von Nassau einen Bitt-Brief schrieben. Die Herzogin schickte etwas Geld nach Scholmerbach …
Einlass ist um 18.30 Uhr. Eintritt: sieben Euro, ermäßigt fünf Euro.
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