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Nachricht vom 25.10.2017    

Bunte Jubiläums-Mischung traf jeden Geschmack

Was ein Gummibärchen-Hersteller aus dem benachbarten Bonn seit gefühlten Ewigkeiten genussvoll in Tüten verriegelt, bot der traditionsreichste Chor weit und breit kürzlich im Waldbreitbacher Kolpinghaus an. Mit einer bunten Mischung schmackhafter Zutaten präsentierte der Kirchenchor „Cäcilia“ 1777 beim Unterhaltungsabend zum 240-jährigen Bestehen ein leckeres Allerlei aus seiner Geschichte und Gegenwart.

Für sage und schreibe 75 Jahre Chormitgliedschaft wurde Franz Josef „Musje“ Hertling geehrt und sang als „Dankeschön“ das anrührende Hobellied. Ehefrau Hannelore (links dahinter), mir der der Jubilar erst kürzlich die Diamantene Hochzeit feiern konnte, wurde für 65 Jahre Vereinstreue geehrt. Fotos: Norbert Weber

Waldbreitbach. Zu den Höhepunkten des von Michael Rams gewohnt kölnisch-charmant moderierten Feier-Abends zählte zweifellos die Ehrung von Franz Josef „Musje“ Hertling zu dessen 75-jähriger Chormitgliedschaft. Ein dreiviertel Jahrhundert ganz Ohr für den Chor und das nicht nur im Dreivierteltakt – mit dieser Passion ist der Senior-Jubilar unter allen Geehrten exakt fünfzehn Jahre länger im Kirchenchor, als in der Ehe aktiv. Gemeinsam mit Gattin Hannelore, die für ihre 65-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde (Bericht zu weiteren Ehrungen folgt), konnte „Musje Hertling“ erst kürzlich Diamantene Hochzeit feiern. Dort wie im Kolpinghaus unterstrich der Jubiläums-Kirchenchor, dass er den Spagat zwischen Trend und Tradition beherrscht.

Gab es unter der Leitung von Dekanatskantor Peter Uhl das klassische Liedgut etwa beim „Ubi caritas“ und beim „Dank sei Dir Herr“ zu hören, trug das Trinklieder-Potpourri des Männer Terzetts mit Michael Ehlen, Robert Schmidt und Peter Uhl entsprechende Schwingungen del Vino in sich, während sich im „Kumbaya“ die in Töne geformte Seele des amerikanischen Südens Gehör verschaffte. Auch in den Top drei der von den Festgästen bestimmten Hitparade fanden sich mit dem „Kleinen grünen Kaktus“, „Als Freunde kamen wir“ und dem „Oh Happy Day“ die verschiedenen Klangfarben diverser kultureller Kreise wieder.

Es war Musik drin im Bunten Abend, aber nicht nur im wortwörtlichen Sinne: Festredner wie der kommende Landrat Achim Hallerbach, 1.Beigeordneter des Landkreises, und der Generalsuperior der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, Bruder Ulrich Schmitz, der stellvertretend für Schirmherrin Schwester Edith Maria Magar sein Grußwort sprach, und der frühere Orts-Chef Karl-Willi Engels betonten unisono den verbindenden Charakter des Chorgesangs und dessen generationenübergreifende soziale Funktion.

Und als Franz Josef Herling als Dank für seine Würdigung das für ihn charakteristische „Hobellied“ mit Gefühl und Hingabe zu Besten gab, waren es bei weitem nicht nur Weggefährten und Familie, bei denen sich das Augenwasser nicht einfach forthobeln ließ. Generell war die familiäre Note bezeichnend für diesen Bunten Abend. Und dies nicht nur, weil neben dem 1. Vorsitzenden Robert Schmidt und Ehefrau Maria auch noch deren Söhne Michael und Eric am Piano und am Saxophon für den guten Ton sorgten.



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Dass der Waldbreitbacher Kirchenchor ebenfalls eine humorvolle und durchaus emanzipatorische Wirkung verbreitet, stellte der vermeintliche „Männergesangverein Concordia“ von Anno Colonia heraus. Furios und virtuos von Moderator Michael Rams ganz im Stil des feurigen Direktors „Zeus“ Knauer aus „Die Feuerzangenbowle“ bei Entdeckung nicht vorhandener Baustellen mit wehenden Rockschößen dirigiert, wurde die musikalische Würdigung der Bläck Fööss an herrliche Sangeskunst durch Manneskraft nämlich ausschließlich von Damen vorgetragen - zumindest im Kirchenchor Cäcilia aus Waldbreitbach ist gleichberechtigte Frauenpower schon Wirklichkeit. Das Dreiklangs-Prinzip von Gesang, Humor und gleicher Freude für Alle spiegelte ebenfalls die optische Zeitreise des 1. Vorsitzenden Robert Schmidt quer durch die vergangenen 40 Jahre der Chorgeschichte wieder.

Wonach immer auch gegriffen wurde; der Family Fun Mix traf den Geschmack; in der Bunten Mischung war für jeden etwas Leckeres dabei: Romantik und richtig Spaß, Rührung und Ramba Zamba – 240 Jahre Kirchenchor „Cäcilia“ 1777 Waldbreitbach waren allemal Anlass, sich selbst mit Freunden feiern zu dürfen. Etwas anderes kam erst gar nicht in die Tüte.

Das nächste und finale Großereignis steht mit dem Höhepunkt der Feierlichkeiten am 1. Advent, 3. Dezember an. Begleitet von Gastsängerinnen und Gastsängern und großem Symphonieorchester führt der Waldbreitbacher Kirchenchor unter der Leitung von Dekanatskantor Peter Uhl dann die „Cäcilienmesse“ von Charles Gounod in der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ auf.



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