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Nachricht vom 02.12.2017    

Infos über Aids und andere sexuell übertragbare Infektionen

Seit 1988 ist der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember der wichtigste Aktions- und Gedenktag rund um HIV und Aids. An diesem Tag wird derer gedacht, die seit Beginn der Epidemie vor mehr als 30 Jahren an AIDS gestorben sind. Gleichzeitig soll mit der Kampagne „Positiv zusammen leben“ Solidarität mit HIV-positiven und an Aids erkrankten Menschen gezeigt und gegen deren Diskriminierung eingetreten werden.

Der 1. Kreisbeigeordnete des Kreises Neuwied und Gesundheitsdezernent Achim Hallerbach, stellvertretender Schulleiter Alfons Plag und ADD-Schulreferent Hubertus Bialas zeigten sich beeindruckt von der Informationsveranstaltung und bedankten sich bei den Medizinischen Fachangestellten, bei Gerhard Wermter, den beteiligten Lehrkräften und der Schulsozialarbeiterin für das große Engagement. Foto: Kreisverwaltung

Neuwied. In Zusammenarbeit mit Gerhard Wermter von der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit des Gesundheitsamtes Neuwied, informierten in der Ludwig-Erhard-Schule Medizinische Fachangestellte des 1. Ausbildungsjahres interessierte Schülerinnen und Schüler über die Immunschwächekrankheit. Dabei waren die jungen Auszubildenden von Gerhard Wermter, der Fachlehrerin Ina Reis und der Schulsozialarbeiterin Monika Steffens hervorragend auf den Aktionstag unter dem Motto „Jugend informiert Jugend“ vorbereitet.

Im Rahmen eines Stationenlernens erfuhren die Jugendlichen zunächst, dass Aids durch einen Virus ausgelöst wird. Dieses Virus heißt „Humanes Immundefekt-Virus“, kurz HIV. Das HI-Virus zerstört das Immunsystem, sodass sich der Körper immer schlechter gegen Krankheiten wehren kann.

An einem weiteren Informationsstand präsentierten die Medizinischen Fachangestellten aktuelles statistisches Zahlenmaterial. Rund 37 Millionen Menschen auf der ganzen Welt tragen das Virus in sich, die meisten von ihnen leben in Ländern der Dritten Welt. Bisher sind etwa 35 Million Menschen weltweit an den Folgen der HIV-Infektion gestorben. In Deutschland leben nach Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts etwa 90.000 HIV-positive Menschen, von denen in 2015 etwa 500 verstorben sind. Mittlerweile ist es durch den medizinischen Fortschritt in Deutschland möglich, den Ausbruch von Aids zu verhindern, sodass HIV-Betroffene heute bei konsequenter Tabletteneinnahme eine annähernd normale Lebenserwartung haben.



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Wie kann man den kranken Menschen besser helfen? Hierüber informierte eine weitere Gruppe der Berufsschülerinnen. Sie setzen große Hoffnung auf die Entwicklung von weiteren hoch wirksamen Medikamenten, die das HI-Virus unter Kontrolle halten und infizierten Menschen eine längere Lebenszeit ermöglichen. Zur vollen Aids-Erkrankung muss es heute nicht mehr kommen, wenn eine HIV-Infektion rechtzeitig diagnostiziert und behandelt wird. Sie ist dann eine chronische Krankheit.

Eine weitere wichtige Waffe im Kampf gegen Aids sehen die Medizinischen Fachangestellten in der Aufklärung: So werde eine HIV-Infektion nicht wie vermutet über Speichel, sondern nur über Blut, Sperma, Scheidensekret und Muttermilch übertragen. Und an Kondomen führe kein Weg vorbei. HIV im Alltag, so die angehenden medizinischen Fachangestellten, stellt keine Gefahr dar und man kann ohne Angst und ohne sich zu verstecken positiv zusammen leben. Aufklärung soll Mut machen, aufeinander zuzugehen und Ängste zu überwinden.

Der 1. Kreisbeigeordnete des Kreises Neuwied und Gesundheitsdezernent Achim Hallerbach, stellvertretender Schulleiter Alfons Plag und ADD-Schulreferent Hubertus Bialas zeigten sich beeindruckt von der Informationsveranstaltung und bedankten sich bei den Medizinischen Fachangestellten, bei Gerhard Wermter, den beteiligten Lehrkräften und der Schulsozialarbeiterin für das große Engagement.



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