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Nachricht vom 22.02.2018    

Stadt und Kreis Neuwied erhielten Fairtrade-Auszeichnung

Der Kreistag und der Neuwieder Stadtrat hatten 2016 beschlossen, dass man sich definitiv um den Fair-Trade-Titel bewerben wollte. Anschließend folgten die Aktivitäten lokaler Steuerungsgruppen, die in Kooperation mit den Verwaltungen dafür gesorgt haben, dass alle erforderlichen Kriterien erfüllt werden konnten. Am Mittwoch, den 21. Februar wurden nun im feierlichen Rahmen im Raiffeisensaal der VHS Neuwied die Urkunden überreicht.

Manfred Holz verleiht die Urkunden an Achim Hallerbach und Jan Einig (von links). Fotos: Wolfgang Tischler

Neuwied. Der Faire Handel schafft durch die Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Standards Hoffnung auf eine sichere Existenz vor allem für die Menschen in der südlichen Hemisphäre. Oberbürgermeister Jan Einig und Landrat Achim Hallerbach ließen die Stationen und Anstrengungen noch einmal von den ersten Schritten bis zur Verleihung Revue passieren.

Die Moderatorin Dr. Anthea Bethge von EIRENE konnte bei der Begrüßung etwas Einmaliges vermelden: „Es ist etwas ganz besonderes, dass Stadt und Landkreis in einem ausgezeichnet werden. Dies hat es bislang noch nicht gegeben.“ Landrat Hallerbach erklärte, dass der „Eine Weltladen“ bereits seit 1980 faire Produkte im Angebot hat. Die Betreiber des Ladens hatten auch im Saal einen Stand aufgebaut und präsentierten die Produkte. Bei der Beantragung der Auszeichnung stellte die Steuerungsgruppe fest, dass schon viele Akteure die Fairen Produkte im Angebot hatten, aber es nicht nach außen kommunizierten.

Hallerbach mahnte: „Wir sollten gleichzeitig auch Produkte aus der heimischen Region in den Fokus rücken und mit den Fairtrade Produkten zusammenführen. Das Regionale mit dem Globalen verbinden.“ Jan Einig forderte: „Wir müssen die Fairtrade Produkte jetzt verstetigen und es uns immer wieder bewusst machen und die Menschen sehen, die dahinter stehen.“

Die Laudatio und die Überreichung der Urkunden nahm Manfred Holz von Fairtrade und Fairtrade-Towns-Kampagne vor. Er ließ die vielen Zuhörer wissen, dass es Stadt und Kreis geschafft hätten die hohen Anforderungen zur Auszeichnung mit Bravour zu schaffen. Der jetzige Titel wird für zwei Jahre vergeben, danach erfolgt eine Überprüfung, ob die Voraussetzungen noch erfüllt werden.



Beim Kaffee beträgt der Marktanteil des fair gehandelten Kaffees bereit vier Prozent. Daneben gibt es eine ganze Reihe weitere Produkte. Wer sich intensiver mit der Materie auseinander setzen will, findet auf der Seite von Fairtrade viele Informationen.

Eine besondere Bedeutung hatte die Verleihung der Urkunden in der VHS Neuwied im dortigen Amalie-Raiffeisen-Saal. Amalie Raiffeisen, wurde am 2. August 1846 in Weyerbusch; geboren und war eine unverzichtbare Hilfe ihres Vaters, Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Da dieser zu Beginn der 1860er Jahre nahezu erblindete, unterstützte sie ihn bei der Erledigung des Schriftverkehrs zur Gründung der genossenschaftlichen Bewegung im damaligen Deutschen Reich. Hierauf ging Sebastian Wichterich, der Fair-Handeslberadter von ELAN, in einem Vortrag ein und schlug den Bogen zum bevorstehenden 200. Geburtstag von Raiffeisen und seines Wirkens im Sinne von Fairtrade.

Für den musikalischen Rahmen sorgte das Schulorchester der IGS Neuwied, die auch bei der Fairtrade-Aktion mitmacht. Im Anschluss der Verleihung hatten die Besucher bei fairen Snacks und Getränken die Möglichkeit an den aufgebauten Ständen sich zu informieren und sich auszutauschen. (woti)



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