Werbung

Nachricht vom 15.05.2018    

Edrine beeindruckte mit Persönlichkeit und Kompetenz

Interkultureller Austausch: Das wird im Christlichen Friedensdient Eirene gelebt. Die Neuwieder Stadtverwaltung arbeitet mit der Organisation zusammen. Ein junger Mann aus Uganda war ein Jahr lang fürs KiJuB tätig.

Ein Deichstadtheld-T-Shirt und ein Poster gab es zum Abschied für Edrine Nsenge (2. von links). Mit ihm freuten sich (von links): Emma Omerzu (Big House), Stephan Amstad (KiJuB), Jonas Kern (Big House), Edrines Nachfolger Edward Sentumbwe und Bürgermeister Michael Mang. Foto: Stadtverwaltung

Neuwied. Der 22-jährige Edrine Nsenge kam aus Uganda, um am Freiwilligenprogramm mitzuwirken, das der in Neuwied beheimatete Christliche Friedensdienst Eirene ins Leben gerufen hat. Damit will Eirene jungen Menschen aus dem Ausland zwei Chancen geben; zum einen Land und Leute kennenzulernen, zum anderen spezielle Kompetenzen und Fähigkeiten in deutsche Organisationen einzubringen. Kulturaustausch auf ganz persönliche Art, zum Vorteil beider Beteiligter: Diese doppelte Chance hat Edrine wahrgenommen, der knapp ein Jahr lang im Kinder- und Jugendbüro der Stadt Neuwied seinen Dienst versah.

In seiner Heimat hatte er zwar als Koch gearbeitet, doch nicht nur dank seiner speziellen kulinarischen Fähigkeiten kam er bei den Besuchern und dem Team des Big House bestens an. Edrine bewies, wie Big-House-Mitarbeiter Jonas Kern unterstrich, auch (kunst)handwerkliche Fähigkeiten, die er beispielsweise auf dem Bauspielplatz einsetzte, wo er Kindern zeigte, wie aus alten Dingen neue Schmuckstücke werden können. Auch bei Konzerten konnte man sich auf den 22-Jährgen verlassen. Dabei übernahm er Licht- und Tontechnik. Kern lobte die Persönlichkeit und die Kompetenz Edrines, der trotz aller Sprachbarrieren immer auf andere junge Leute zugegangen sei. Ein Poster mit Fotos aus seinen KiJuB- und Big-House-Tagen nimmt Edrine nun mit nach Uganda.



Bürgermeister Michael Mang nutzte die Gelegenheit, dem jungen Mann vor seinem Rückflug auch den Dank der Verwaltung für sein großes soziales Engagement auszusprechen. „Die interkulturelle Öffnung auch in Jugendeinrichtungen ist eine große Chance für alle Beteiligten“, betonte Mang, der Edrine ein „Deichstadtheld“-T-Shirt überreichte. Mit dem Kooperationspartner Eirene wisse die Verwaltung eine „bedeutsame Neuwieder Institution“ an ihrer Seite, die sich stark mache für eine Welt, in der gegenseitiger Respekt und eine friedfertige Aufarbeitung von Konflikten im Mittelpunkt stehen. „Mit Aktionen wie dem Freiwilligendienst macht Eirene, machen aber auch die daran beteiligten jungen Leute klar, dass wir alle nur diese eine Welt besitzen, um deren Wohlergehen wir uns gemeinsam kümmern müssen“, erklärte der Bürgermeister.

Der Austausch zwischen den Kulturen ist „ein Schatz, den man öfter heben sollte“, meinte Mang. In Neuwied jedenfalls findet er seine Fortsetzung, denn die nächsten Eirene-Freiwilligen sind bereits in der Deichstadt. Edward Sentumbwe (23) setzt Edrines Arbeit im KiJuB fort. Und Edrine? Er will in Uganda ein Sozialarbeit-Studium aufnehmen. Genug Erfahrung hat er in Neuwied gesammelt.



Lokales: Neuwied & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Bombenentschärfung auf Schiff in Koblenz - Präzisionsarbeit gefordert

In Koblenz steht eine heikle Bombenentschärfung an, die unter außergewöhnlichen Bedingungen durchgeführt ...

Unbekanntes Pedelec in Neuwied sichergestellt - Polizei sucht Besitzer

In Neuwied wurde am 22. März ein Pedelec der Marke "Moondraker" von der Polizei sichergestellt. Der Besitzer ...

Autoeinbruch in Bendorf: Zeugen gesucht

In Bendorf kam es in der Nacht von Montag auf Dienstag zu einem Autoeinbruch. Unbekannte Täter schlugen ...

Jugendbildungsfahrt: Berlin ruft die Jugend

Die Kreisjugendpflegen Neuwied und Altenkirchen laden Jugendliche ab 14 Jahren zu einer besonderen Reise ...

40 Jahre im Dienst der Gemeinde Raubach

Raubach. Seit vier Jahrzehnten ist Bernd-Gerhard Heck, im Ort liebevoll als "Gerd(i)" bekannt, eine feste ...

Generationenkino Neuwied: Ein Filmabend für alle Generationen

Am 8. April lädt das Generationenkino in Neuwied erneut zu einem besonderen Kinoerlebnis ein. Die Veranstaltung ...

Weitere Artikel


Gemeinsam Gutes tun

Kürzlich hat der Seniorentag der Verbandsgemeinde Rengsdorf–Waldbreitbach in Oberhonnefeld stattgefunden. ...

Erlebnisschule Wald und Wild besuchte Kita Rommersdorf

Einen lehrreichen Nachmittag erlebten die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte Rommersdorf gemeinsam ...

SV Windhagen gewinnt 3:1 im Heimspiel gegen den SV Mehring

Der SV Windhagen präsentiert sich zum Saisonende in der Rheinlandliga wieder auf Erfolgskurs. Im vorletzten ...

Insekten: lästig oder nützlich?

„Die Windschutzscheibe bleibt sauber, nichts brummt und sticht – ist das nicht wunderbar?“ Mit diesen ...

Betrunken telefoniert - Unfall

Eine Koblenzerin ist bei Asbach mit ihrem Fahrzeug aus der Kurve gekommen und auf einem Privatgrundstück ...

Breitbandausbau wird planmäßig Ende 2018 abgeschlossen

Mit dem Spatenstich in Hausen im April 2017 begann der von Bund und Land geförderte Breitbandausbau für ...

Werbung