Werbung

Nachricht vom 26.07.2018    

Forstministerium warnt vor Waldbrandgefahr im Land

Ministerin Ulrike Höfken ruft Waldbesucher zur Vorsicht und Mithilfe auf. Auch wenn es im Wald oftmals angenehm kühl ist, Grillen oder Rauchen sind verboten. Bei ersten Anzeichen von Rauch- oder Brandentwicklung sollte sofort die Feuerwehr verständigt werden.

Foto: Ministerium/Feuerwehr

Region. „Aufgrund der hohen Temperaturen der vergangenen Wochen und dem weiterhin heißen und trockenen Wetter in den kommenden Tagen steigt auch in Rheinland-Pfalz das Risiko von Waldbränden ganz erheblich. Daher sind Waldbesitzende und Forstleute auf die Achtsamkeit und die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger dringend angewiesen“, so Umwelt- und Forstministerin Ulrike Höfken am 26. Juli angesichts der aktuellen Lage.

Dem Deutschen Wetterdienst zufolge liege die Waldbrandgefahr in Rheinland-Pfalz in vielen Regionen bei der Stufe drei oder vier von insgesamt fünf Stufen – im Bereich von Mainz sogar auf der höchsten Stufe. Besonders gefährdet sind derzeit die Nadelwälder mit ihrer trockenen Nadelstreu und ihrem sehr leicht entzündlichen Reisig. Hier können sich Brände sehr schnell entwickeln.

Klimawandel ist angekommen: Umbau der Wälder
„Die immer häufiger vorkommenden Wetterextreme, ob Starkregenereignisse oder anhaltende Hitzeperioden, machen deutlich, dass der Klimawandel in Rheinland-Pfalz angekommen ist – so wie in ganz Deutschland und auch europaweit“, betonte Höfken. „Wir müssen handeln und den Klimawandel und die Treibhausgas-Emissionen im Energie- und Verkehrsbereich stoppen. Hier sind alle Akteure gefragt – ob Politik, Kommunen, Unternehmen, Verbände oder Bürgerinnen und Bürger.“

Rheinland-Pfalz hat trotz der damit einhergehenden steigenden Waldbrandgefahr vergleichsweise wenige Brände und wenn, dann nur auf kleiner Fläche. „Durch den Umbau der Wälder und deren naturnahe Bewirtschaftung sind die heimischen Wälder strukturreicher geworden“, so Höfken. „Reine Nadelwälder mit trockener Nadelstreu und wenig Bodenvegetation kommen überwiegend kleinflächig vor.“ Daher sei trotz hoher Gefährdung das Risiko für Waldbrände in Rheinland-Pfalz, aufgrund der Waldzusammensetzung, vergleichsweise gering – sie könnten aber natürlich nicht ausgeschlossen werden.



„Dennoch ist es gerade jetzt wichtig, dass jeder besonders aufmerksam ist und bei ersten Anzeichen einer Brandentwicklung sofort die Feuerwehren über den Notruf 112 alarmiert“, unterstrich die Ministerin. „So lassen sich Schäden für unsere Wälder begrenzen und ein Ausbreiten auf besiedelte Gebiete wirksam verhindern.“

Von gefährlichen, eigenständigen Löschversuchen rät das Forstministerium ausdrücklich ab. Die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger ist vielmehr bei der Vorsorge gefragt. Dabei gilt es, im Wald unbedingt folgende Vorsichtsmaßnahmen zu beachten und bei Bedarf andere Waldbesucher darauf aufmerksam zu machen:

- Im Wald herrscht absolutes Rauchverbot.

- Das Entzünden von Feuer und offenem Licht oder das Wegwerfen brennender oder glimmender Gegenstände sind nicht nur im Wald, sondern auch in einer Entfernung von bis zu 100 Metern vom Waldrand verboten.

- Feuerstellen dürfen im Wald grundsätzlich nur mit Genehmigung des zuständigen Forstamtes betrieben werden. Dies gilt auch für Grillfeuer und die Verwendung von Einweggrillen.

- Achtlos weggeworfene Glasflaschen können durch Sonneneinstrahlung die Wirkung eines Brennglases erzeugen und zur Entzündung trockener Nadeln, Blätter oder Zweige führen. Bitte umgehend aufsammeln.

- Auch geparkte Fahrzeuge mit herkömmlicher Antriebstechnik können Waldbrände auslösen. Die Hitze eines Katalysators kann zum Beispiel trockenes Gras entzünden.



Lesen Sie gerne und oft unsere Artikel? Dann helfen Sie uns und unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit im Kreis Neuwied mit einer einmaligen Spende über PayPal oder einem monatlichen Unterstützer-Abo über unseren Partner Steady. Nur durch Ihre Mithilfe können wir weiterhin eine ausgiebige Berichterstattung garantieren. Vielen Dank! Mehr Infos.



Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Treffpunkt für Trauernde: Austausch und Unterstützung in Neuwied

Der Neuwieder Hospizverein bietet Eltern, die um ein erwachsenes Kind trauern, einen besonderen Treffpunkt. ...

Aktualisiert: 14-jähriger Junge aus Oberraden wohlbehalten gefunden

Seit dem 11. März galt San Luca S. aus Oberraden als vermisst. Die Suche nach ihm hielt die Region in ...

Ameisenbär "Bramble" ist umgezogen

"Schau mal Mama, den haben wir ja noch nie gesehen!" Das Mädchen drückt die Nase an die Fensterscheibe, ...

Einbruch in Vettelschoß - Polizei sucht Zeugen

In den Abendstunden des 24. März ereignete sich ein Einbruch in Vettelschoß. Die Polizei ist auf der ...

Frühlingszeit, Zeckenzeit: Was Hunde, Katzen & Menschen jetzt wissen müssen

Nach einem milden Winter sind die Zecken wieder unterwegs und machen nicht nur uns Menschen, sondern ...

Das Raiffeisenmuseum in Hamm: Genossenschaftsidee zum Anfassen

Im kleinen Hamm an der Sieg steht das Geburtshaus des großen Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818–1888), ...

Weitere Artikel


Unfall: Fahrer schläft auf A 3 ein – Beifahrer schwer verletzt

Ein Sattelzug befuhr die Autobahn A 3 in Richtung Köln in Höhe der Gemarkung Dierdorf auf dem dortigen ...

Kuriere präsentierten heißes Musik-Event: Hanne Kah und Band

Melodische Klänge schallten beim Treffpunkt Alter Markt am Donnerstag, 26. Juli durch Hachenburg, denn ...

Leicht verletzter Motorradfahrer und hoher Sachschaden

Am Donnerstag, den 26. Juli ereignete sich gegen 16:39 Uhr ein Verkehrsunfall mit einem Motorradfahrer ...

Lagerhalle eines Autoverwerters in Neuwied steht in Vollbrand

AKTUALISIERT. Am heutigen Donnerstagnachmittag, den 26. Juli, gegen 16.30 Uhr wurden Feuerwehren aus ...

Gut versorgt vor Ort

Dass das Modellprojekt Gemeindeschwester plus positiv zu bewerten ist, hat die wissenschaftliche Evaluation ...

Wenn der Gas-Spürer unterwegs ist

Er führt seltsame Geräte mit sich. Er geht die Straße lang, er kommt auf Grundstücke. Doch es hat alles ...

Werbung