Ich tu´s: Hitzebildung in der Stadt entgegenwirken
MEINUNG | Die Folgen des Klimawandels lässt die Temperatur in der Nähe großflächig versiegelter Flächen in für Menschen gefährliche Höhen klettern. Diese Entwicklung wird seit über 20 Jahren von Klimaforschern vorausgesagt. Um Abhilfe zu schaffen, wiederholt die Bürgerliste Ich tu´s ihre Forderung nach mehr Wasser und Grün in der Stadt, die sie als einzige Stadtratsgruppierung bereits in ihrem Wahlprogramm formuliert hat.
Neuwied. Zielsetzung war einerseits eine attraktivere Stadtgestaltung, andererseits war bei dieser Forderung der Fokus auf die Gesundheit der Stadtbewohner gerichtet. Leider trafen die Vorstellungen der Bürgerliste bei den anderen Parteien auf Ablehnung. Zu teuer, zu pflegeaufwendig, zu viel Dreck waren die Standardantworten.
Hilfe bei der Umsetzung erhofft sich die Bürgerliste nun von den Bürgern, die im Rahmen des Netzwerks Innenstadt ebenfalls den Wunsch nach mehr Wasser und Grün formuliert haben. Dr. Etscheidt. Stadtratsmitglied der Bürgerliste, betont allerdings, dass es mit einem Wasserspiel und Blumen nicht getan sei. Die Stadt muss insgesamt grüner werden, denn Blätter bringen nicht nur Schatten, sondern durch die Verdunstung von Wasser auch die dringend notwendige Abkühlung.
Die Bürgerliste hat verschiedene Vorschläge hierzu eingebracht, wie Dach- und vor allem Fassadenbegrünung, Wasserspiele und Quellsteine, Sitzbänke mit begrünter Rückwand oder Pflanzenpergola, verschiebbare grüne Wände für offene Plätze und natürlich große, vitale Bäume. „Neben Feinstaubbindung und Sauerstoffproduktion kann ein Baum bis zu 400 Liter Wasser verdunsten pro Tag und erzeugt dadurch die Kühle, die wir am Wald schätzen. Deshalb ist der Erhalt großkroniger Bäume wichtig. Neupflanzungen können dies nicht ersetzen.“ weis Dr. Etscheidt zu berichten.
Dieser Funktion kann ein Baum allerdings nur nachkommen, wenn er ausreichend Wasser zur Verfügung hat. Auf Anfrage der Bürgerliste teilte die zuständige SBN mit, dass sie bisher nur Neuanpflanzungen und Blumen gewässert hatte. Ältere Bäume blieben außen vor. Das kann durch Schäden in den Triebspitzen nicht nur den späteren Pflegeaufwand und damit die Unterhaltungskosten erhöhen, sondern reduziert auch die Verdunstungsmöglichkeiten der Bäume und damit die Kühlfunktion für die Menschen. Deshalb begrüßt die Bürgerliste, dass die Bewässerung nun auch auf gefährdete Stadtbäume ausgedehnt wurde.
Da Hitzeperioden immer häufiger erwartet werden, hofft die Bürgerliste auf eine zügige Umsetzung ihrer Vorschläge nach mehr Grün und Wasser und damit auf gesündere Lebensbedingungen in der Stadt. (PM Ich tu´s)
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