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Nachricht vom 19.10.2018    

Lernprojekt „Vom Korn zum Brot“ abgeschlossen

Das passend zum Raiffeisen-Jahr ausgerufene, kreisübergreifende Projekt „Vom Korn zum Brot“ hat Kinder entlang der Raiffeisen-Straße ein halbes Jahr lang beschäftigt. Nun feierte man an zwei Neuwieder Schulen den Abschluss des Projekts.

Bürgermeister Jan Einig und Pascal Preißing mit drei Nachwuchsbäckern kurz bevor deren Brötchen in den Ofen kamen. Fotos: privat

Kreis Neuwied. Brot ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Das war auch Friedrich Wilhelm Raiffeisen bewusst, der mit seinen Brotvereinen den praktischen Grundstock für die spätere Genossenschaftsbewegung legte. An Raiffeisens Ideen zum solidarischen Handeln anknüpfen, das will das Projekt „Vom Korn zum Brot“, das Petra Neuendorf, Leiterin des Amts für Stadtmarketing in Neuwied, und Josef Zolk, ehemaliger Bürgermeister der Verbandsgemeinde Flammersfeld und stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft initiiert haben. Sie haben die jüngsten Brotesser - die Kinder – angesprochen, um ihnen den Wert von Lebensmitteln zu vermitteln und zudem die vielschichtige Arbeit der Bauern nahezubringen. Und das ganz praktisch. Kindergarten- und Schulkinder aus rund 35 Einrichtungen entlang der Raiffeisen-Straße von Hamm über Weyerbusch und Flammersfeld bis nach Neuwied erhielten Pflanzkisten, die die Kooperationspartner Informa gGmbH und Neue Arbeit gefertigt hatten, und Getreidekörner.

Und dann gingen sie an die Arbeit, pflegten die Saat, verfolgten das Reifen des Getreides und hielten ihre Beobachtungen und den Fortschritt ihrer Aktivitäten in Wort und Bild in hübschen Projektbüchern fest. Doch der gesamte Prozess verlief nicht wunschgemäß. Schuld daran war der große Sturm im Frühsommer. Heftiger Regen und Hagelschlag vernichtete zum Leidwesen der Kinder die meisten Ähren. Aber auch der Verlust sei eine durchaus notwendige Erfahrung, meinen die Pädagogen dazu, eine Erfahrung, die den Kindern die Mühen der Landwirtschaft näherbringt. Doch Korn zu mahlen und das Mehl zum Teig zu formen war trotzdem kein Problem, engagierte Landwirte und Bäcker halfen den Einrichtungen. Das erfuhren Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig und Bürgermeister Michael Mang, die sich mit den Nachwuchsbäckern unterhielten und dabei manch überraschende Erfahrung machten. So stellten sie fest, dass es in mehreren Familien noch Usus ist, selbst Brot zu backen. Eine Reihe Jungen und Mädchen wussten, welche Zutaten man braucht, um ein Brot zu backen. Sie hatten auch festgestellt: „Teig kneten ist ganz schön anstrengend.“




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Brot und Brötchen backen: Das stand dank einer „Teigspende“ der Bäckerei Preißing in der Sonnenlandschule und in der Waldorfschule auf dem Programm. In der Sonnenlandschule waren Drittklässler und Kita-Kinder fleißig. Nachdem in der Schulküche die Öfen vorgeheizt waren, ging es für die Kinder ans Teigkneten und –formen. Dabei zeigten sie einiges an Kreativität, formten neben den typisch runden Brötchen auch das ein oder andere Hörnchen. Mit Begeisterung waren die Mädchen und Jungen dabei, freuten sich als der Teig im Backofen verschwand, um nach rund 10 Minuten als knusprig gebackene Brötchen wieder ans Tageslicht geholt zu werden. Auf dem Außengelände der Waldorfschule stand gar ein fahrbarer Backes. Dort hinein schob Bürgermeister Mang den zuvor eifrig von Kinderhand gekneteten Teig. Was folgte war die Probierstunde. Erwachsene und Kinder waren sich einig: „Frisch gebackenes Brot schmeckt einfach unvergleichlich gut.“ Vor allem dann, wenn man es in gemeinschaftlicher Arbeit hergestellt hat.


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