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Nachricht vom 25.02.2019    

AK Ladies Open: Chinesin Shuyue Ma siegt in Altenkirchen

Das war Werbung für den Tennissport: In drei umkämpften Sätzen schenkten sich die beiden Finalistinnen der AK Ladies Open, die Chinesin Shuyue Ma und Maryna Zanevska aus Belgien, nichts. Vom ersten Aufschlag an entwickelte sich ein Duell auf absoluter Augenhöhe, wobei mal die eine Spielerin, und dann wieder die andere, scheinbar den Sieg einfahren konnten. Nach über zwei Stunden Spielzeit entschied die Chinesin das Spiel für sich.

Turnierdirektor Razvan Mihai gratulierte der AK-Siegerin Shuyue Ma (rechts) und der Zweitplatzierten Maryna Zanevska. (Foto:wear)

Altenkirchen. Wer sportbegeistert ist, vor allem das Spiel mit der kleinen gelben Filzkugel liebt, der konnte beim großen Finale der 6. AK Ladies Open in Altenkirchen noch mehr als auf seine Kosten kommen. Denn das Finale der German Masters Serie des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) zwischen der Chinesin Shuyue Ma und Maryna Zanevska aus Belgien versprach und hielt alles, was man von einem Finale erhofft. An Dramatik und Spannung nicht mehr zu überbieten, lieferten sich die Nummer 321 und die Nummer 217 der aktuellen Weltrangliste einen harten Kampf auf Biegen und Brechen, den letztendlich Ma mit 6:4, 5:7 und 7:5 im dritten Satz nach über zwei Stunden Spielzeit knapp für sich entscheiden konnte.

Großer Sport: Eine Werbung fürs Tennis
Vom ersten Aufschlag an entwickelte sich ein Duell auf absoluter Augenhöhe, wobei mal die eine Spielerin, und dann wieder die andere, scheinbar den Sieg einfahren konnten. Wegen der besseren Platzierung in der Weltrangliste war Maryna Zanevska wohl leicht favorisiert, doch das sollte sich als Trugschluss herausstellen, da Ma mit einem unglaublichen Kampfes- und Siegeswillen dagegen hielt. Die Spiele in den drei Sätzen wurden immer nur sehr knapp gewonnen, viele Spiele führten erst über mehrmaligen Einstand und Vorteil an die Gewinnerin des jeweiligen Spiels. Den begeisterten Zuschauern boten die beiden Spielerinnen ein Finale, welches man auf das Niveau absolute Klasse stufen kann, auch wenn die Weltranglistenplatzierung etwas anderes aussagte. Die gesamten Möglichkeiten, ein Spiel für sich zu entscheiden, wurden von beiden Spielerinnen in großem Maße genutzt. Dabei kamen die Schläge zum Einsatz, die zum Repertoire im Tennis gehören: Vor- und Rückhand, Returns, Volleys, Lobs, Stoppbälle und Schmetterbälle, die Bälle wurden mal Cross, mal Longline gespielt, die Breite des Spielfeldes voll ausgenutzt. Mit unglaublicher Präzision fielen die Bälle häufig auf die Grund-oder Seitenlinien herab. Beide Spielerinnen bevorzugen nicht das Serve– und Volleyspiel, sie agieren am liebsten von der Grundlinie aus. Bei den Gewinnschlägen lag wohl ganz knapp Ma im Vorteil, aber beide Spielerinnen produzierten auch etliche Doppelfehler, denen wieder einige Asse beim Aufschlag entgegenstanden.

Dramatik auf der Zielgeraden
Für Anfänger, aber auch für fortgeschrittene Tennisspieler, war dieses Finale ein Anschauungsunterricht, bei dem man noch sehr viel lernen konnte. Dramatischer kann es in einem solchen Match nicht zugehen, wenn es um die Entscheidung geht. Ma führte im dritten Entscheidungssatz bereits mit 4:1, als Zanevska nicht nur ausgleichen, sondern sogar mit 5:4 in Führung gehen konnte. Anscheinend wurden ihr die Arme etwas schwer, da sie bei eigenem Aufschlag den Turniersieg errungen hätte. Doch sie gab die folgenden drei Spiele, ebenfalls hart umkämpft, nacheinander ab, so dass Ma nach über zwei Stunden jubelnd die Arme hochreißen konnte.



Enorme Wucht und Genauigkeit
Für Außenstehende, aber auch Kenner des Tennis, war es erstaunlich, mit welcher Kraft, Wucht und Genauigkeit die Schläge ausgeführt wurden. Dieser Eindruck kann bei Übertragungen im oft TV nicht so eindrucksvoll vermittelt werden. Wenn man bedenkt, dass hier die Nummern 217 und 321 der Weltrangliste auf dem Platz standen, kann man sich kaum vorstellen, wie es zugeht, wenn die Top-Ten-Spielerinnen aufeinander treffen. Auf dem Platz ging es trotz der engen Kiste sehr fair zu, die Entscheidungen der Linienrichter und der Stuhlschiedsrichterin Evelina Oehme wurden ohne Gemecker akzeptiert. Die Zuschauer waren ob der Intensität des Spiels regelrecht geflasht, nach dem verwandelten Matchball von Ma löste sich die Spannung in großem Jubel für beide Spielerinnen.

Auszeichnung für das Turnier vom DTB
Bei der nachfolgenden Siegerehrung ging es beinahe zu wie bei einem Grand Slam-Turnier. Im Carrée standen die Spielerinnen, Offiziellen, Schiedsrichter und Ballkinder zusammen, um die Spielerinnen zu feiern. Die Moderation der Siegerehrung nahm der Organisationsleiter Sigi Paulat vor, er begrüßte eine ellenlange Liste an Ehrengästen aus Politik, Sport und Wirtschaft. Da die Schirmherrin der AK Ladies Open, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, verhindert war, überreichte als Vertreterin Inge Degen, Ministerialdirigentin in der Staatskanzlei, die Pokale an die beiden Finalistinnen. Die Zuschauer würdigten beide Spielerinnen durch Standing Ovations und frenetischen Beifall auch während der Siegerehrung. Zuletzt zog Turnierdirektor Razvan Mihai ein positives Resümee der Veranstaltung, dabei wies er nicht ohne Stolz darauf hin, dass die AK Ladies Open 2018 vom DTB als bestes internationales Turnier der German Masters Serie ausgezeichnet wurde. In diesem Geiste ging ein großer Tag für den Tennissport, aber auch für Altenkirchen, erfolgreich zu Ende. (wear)


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