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Nachricht vom 01.06.2019    

Katzenhilfe Neuwied zog Bilanz und dankte freiwilligen Helfern

Einen Blick zurück auf das Jahr 2018 warf die Neuwieder Katzenhilfe während ihrer Jahreshauptversammlung – und machte dabei deutlich, dass gemeinnütziger Tierschutz ohne die Großzügigkeit und Opferbereitschaft vieler nicht aufrecht zu erhalten wäre. Denn wie in vielen anderen derartigen Vereinen treffen auch bei der Katzenhilfe hohe Kosten, kaum existierende öffentliche Förderung und ein Berg von Arbeit aufeinander – und das seit nunmehr 33 Jahren.

Von links: Antje Kohl, Doris Litz, Sabine Stumm, Ingrid Haberscheidt, Gerlinde Wittlich. Foto: privat

Neuwied. Knapp 138.000 Euro kostete die Katzenhilfe im Jahr 2018. Den größten Einzelposten machten dabei die Tierarztkosten aus, die mit rund 84.000 Euro zu Buche schlugen. Aber auch der Betrieb der Pflegestellen oder der enorme Bedarf an Futter machen es immer notwendig, Geld aufzutreiben. Das schafft der Verein durch Mitgliedsbeiträge, Erbschaften und Spenden, aber zum Beispiel auch durch Haussammlungen, Flohmarktstände oder den Verkauf des Katzenhilfe-Kalenders.

Den Besuchern wurde aber schnell klar, dass es trotz dieser erheblichen Summen keineswegs allein ums Geld geht. Denn Tierschutz bedeutet auch viel Arbeit, die ganz überwiegend ehrenamtlich geleistet werden muss. So wurden im vergangenen Jahr 220 Katzen in den Pflegestellen des Vereins aufgenommen und teilweise über Monate versorgt – sieben Tage pro Woche, 365 Tage im Jahr.

Knapp die Hälfte der Tiere waren Welpen, die zwar zuckersüß sind, aber eben auch sehr anstrengend. Gerade für die Katzenmütter und ihren Nachwuchs ist es wichtig, auf ruhigen Plätzen untergebracht, statt der Hektik der größeren Pflegestellen ausgesetzt zu werden. Unzählige Ehrenamtliche sind deshalb in den Sommermonaten bereit, einen oder mehrere Würfe zu versorgen, bis ein Zuhause für die die kleinen Fellknäuel gefunden ist.



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Daneben betreuen ehrenamtliche Katzenschützer neun so genannte Wildlings-Kolonien mit rund 80 Tieren, die täglich mit Futter versorgt werden müssen. Außerdem müssen Neuzugänge eingefangen und kastriert werden, damit sich die Tiere nicht unkontrolliert vermehren. Gerade im Sommer oder Winter bedeutet dies, dass Fallen mehrfach am Tag und in der Nacht kontrolliert werden müssen, damit kein gefangenes Tier erfriert oder verdurstet. Außerdem verbringen Ehrenamtliche ganze Wochenende auf Flohmärkten, fahren kranke Katzen zum Tierarzt, werkeln für die Einrichtung der Pflegestellen, betreuen die Internetauftritte des Vereins oder schaffen Futter und sonstige Gegenstände heran.

Für den Vorstand war die Jahreshauptversammlung deshalb die Gelegenheit, den vielen Helferinnen und Helfern zu danken – und sie darum zu bitten, weiterhin unermüdlich zu bleiben. Nach den Wahlen setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen: Sabine Stumm (Erste Vorsitzende), Ingrid Haberscheidt (Zweite Vorsitzende), Doris Litz (Geschäftsführerin), Antje Kohl (Kassenführerin), Gerlinde Wittlich (Schriftführerin).


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