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Nachricht vom 01.09.2019    

Trainerfrage gelöst: Billigmann coacht die Bären

Die Mannschaft des EHC „Die Bären" 2016 für die Saison 2019/20 mit dem Ligabetrieb in der Eishockey-Regionalliga West und der Teilnahme am Inter-Regio-Cup mit Begegnungen gegen belgische und niederländische Teams steht – jetzt auch inklusive Trainer. Der Neuwieder Vorstand hat intensiv mehrere Optionen durchgespielt, ausführlich diskutiert und ist davon überzeugt, mit dem frischgebackenen Trainerlizenz-Inhaber Carsten Billigmann sowie einem Kompetenz-Team mit Andreas Halfmann und Jeff Smith an seiner Seite in die neue Runde zu gehen.

Die Neuwieder "Bären" haben einen neuen Trainer. (Symbolbild)

Neuwied. Im Rahmen der Saisoneröffnungsfeier am Samstag gab man diese Entscheidung bekannt. „Erinnern wir uns einfach zurück an die Play-offs im Frühling, als unser Team auch mit Carsten Billigmann an der Bande hervorragend aufspielte und trotz erheblicher personeller Schwierigkeiten im Halbfinale den späteren Meister Herford an den Rande des Ausscheidens brachte. Jeder Trainer hat irgendwann einmal neu angefangen. Wir sind davon überzeugt, dass Carsten gute Arbeit leisten wird. Kaum jemand kennt die Spieler besser als er. Schließlich hat er die Mannschaft in seiner Funktion als Manager auch zusammengestellt", sagt der EHC-Vorsitzende Uli Günster, der auch die Hintergründe beleuchtet: „Wir standen in Verbindung mit anderen Trainern. Dass unsere Bekanntgabe so lange hat auf sich warten lassen, hing auch mit dem Termin von Carsten Billigmanns Trainerlehrgang in Düsseldorf zusammen. Es wäre ja blöd gewesen, wenn er die Prüfung nicht geschafft hätte und wir ihn schon davor als Trainer vorgestellt gehabt hätten. Aber auch für diesen Fall hätten wir eine Lösung parat gehabt. Insgesamt kommt in dieser Situation auch hinzu, dass ein extrem hektischer Sommer zum Beispiel mit der Neuaufstellung unseres Vorstandes und dem lange Zeit unklaren Spielbetriebsmodus hinter uns liegt. Alleine durch die relativ spät bekanntgegebene Anzahl der Heimspiele hatten wir in unserem Budgetplan eine große Unbekannte, weil die Zuschauereinnahmen einen großen Teil unseres Etats ausmachen. Aus diesem Grund wollten wir uns finanziell nicht zu weit aus dem Fenster lehnen bei der Verpflichtung eines neuen Trainers nachdem unser Kader schon sehr früh feststand. Weil wir natürlich früh genug auch auf der Trainerposition Gewissheit haben wollten, haben wir bereits vor den guten Entwicklungen bei der Sponsorengewinnung, durch die wir jetzt voll durchfinanziert in die Saison gehen können, in den zurückliegenden Wochen diese Entscheidung getroffen. Wir haben vollstes Vertrauen in Carsten, aber wissen auch wie enorm wichtig er als Manager für den Verein ist. In dieser Funktion wird im Laufe der Saison erfahrungsgemäß auch viel Arbeit auf Carsten zukommen, sodass wir uns verständigt haben, je nach Gesamtentwicklung des Vereins und der Liga die Augen offenzuhalten und im Trainerstab gegebenenfalls noch eine Veränderung vorzunehmen." Im Interview macht der Neu-Trainer die Entwicklung und seine Erwartungen deutlich.

Carsten, zur neuen Saison wirst du zusätzlich zu seiner Funktion als Teammanager auch noch das Amt des Trainers der Regionalliga-Mannschaft übernehmen. Langweilig wird es bestimmt nicht...
Carsten Billigmann: Davon bin ich fest überzeugt, aber das galt auch schon für den Sommer. Ich bin neben den mannschaftsorganisatorischen Aufgaben gemeinsam mit Alexander Rodens und Sven Asbach, die die Prüfung ebenfalls bestanden haben, etliche Male nach Düsseldorf zum Trainerlehrgang gefahren und habe dort quasi noch einmal die Schulbank gedrückt. Ich freue mich auf diese neue, spannende Aufgabe. Natürlich bin ich mir bewusst, dass große Herausforderungen auf mich warten, und mir ist auch klar, dass ich nicht von null auf hundert eine Trainerkoriphäe sein kann. Aber mit der Unterstützung meines erfahrenen Kompetenz-Teams denke ich, sind wir bereit für die Saison.



Wie sieht die Aufgaben-Verteilung in diesem Team aus?
Billigmann: An der Spitze stehe ich, ich trage die Verantwortung. Durch die neuen Durchführungsbestimmungen des nordrhein-westfälischen Verbandes ist klar geregelt, dass der verantwortliche Trainer eine Lizenz besitzen muss und es keinen sogenannten Strohmann geben darf. Aber die Erfahrung von Andreas Halfmann, der ja in der vergangenen Saison auch schon erfolgreich Daniel Benske unterstützt hat, und unserem Neuzugang Jeff Smith wird mir natürlich auch helfen. Hinzu kommt, dass wir viele Spieler im Team haben, die auf dem Eis die Situationen erkennen. Man spricht so häufig vom verlängerten Arm eines Trainers – wenn ich an Stephan Fröhlich, Sven und Dennis Schlicht, Kevin Wilson oder eben auch Jeff Smith denke, dann haben wir da schon einige Jungs, die ziemlich genau wissen, wann was zu tun ist.

Auf welche Art Eishockey steht der Trainer Carsten Billigmann?
Billigmann: Es geht nicht darum, welches System ich bevorzuge, sondern um die Spielweise, die zu unserem Team passt und uns Erfolg bringen kann. Die Bären sind immer erfolgreich, wenn wir aggressiv spielen und viel Leidenschaft aufs Eis bringen. Auf diese Stärken setzen wir auch in Zukunft. Und ich bin davon überzeugt, dass wir eine Mannschaft zusammengestellt haben, die in diesen Bereichen auch ihre großen Stärken hat.

Viele Fans haben sehnsüchtig auf die Bekanntgabe der Trainerpersonalie gewartet. Spürst du Erfolgsdruck?
Billigmann: Den spüre ich auch genauso als Teammanager. Wenn die Mannschaft nicht so funktioniert, wie wir es uns vorstellen, bin ich auch dafür verantwortlich, weil ich sie zusammengestellt habe. Ich weiß, dass unsere Fans alles für den EHC geben und wünsche mir, dass sie mir auch eine Chance geben. Ich werde mein Bestes tun für den Verein, der mir so sehr am Herzen liegt.



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