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Nachricht vom 20.10.2019    

Landkreis setzt auf ressourcenschonenden Umgang mit Energie

E-Mobilität ist ganz klar auf dem Vormarsch. Das wurde auch beim jüngsten Unternehmerfrühstück, welches von der Wirtschaftsförderung im Landkreis Neuwied (WFG) gemeinsam mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz organisiert wurde, deutlich.

Das Foto zeigt Landrat Achim Hallerbach mit den Referenten. (v.r.n.l.): David Meurer, SWN Neuwied, Jörg Hohenadl, WFG NR, Landrat Achim Hallerbach, Dr. Dominik Böckling, Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH, Thomas Kotowski, Paul Nutzfahrzeuge GmbH, Daniel Walther, Streetscooter GmbH. Foto: Kreisverwaltung

Neuwied. Landrat Achim Hallerbach begrüßte die rund 20 Unternehmer zu Beginn und schilderte ihnen den Perspektivwandel, den er in den letzten Jahren in der Kreisverwaltung selbst miterlebt hat. Denn als die ersten Elektro-Dienstfahrzeuge angeschafft wurden, überwog die Skepsis – heute sind sie bei vielen Mitarbeitern im täglichen Einsatz sehr beliebt. „Trotz aller Herausforderungen passt E-Mobilität zu unserem Ansatz eines ressourcenschonenden Umgangs mit Energie und zu den Konzepten von Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Unser Fuhrpark wird künftig weiter auf Elektro- und Hybridautos umgestellt und die Planungen für zusätzliche Ladekapazitäten sind im Gange“, erklärte der Landrat, der zudem langfristig ein hohes Potenzial für Brennstoffzellenfahrzeuge sieht.

David Meurer von den Stadtwerken Neuwied (SWN) informierte anschließend über aktuelle E-Mobilitätsprojekte in der Region, wie zum Beispiel das e-Car-Sharing in der Stadt Neuwied. Zudem ging er detailliert auf Fragen zur notwendigen Ladeinfrastruktur ein. Dabei wurde deutlich, dass der Aufbau von Ladesäulen in Unternehmen einer genauen Planung bedarf.

Welche Angebote es zurzeit im Hinblick auf elektrisch betriebene Nutzfahrzeuge gibt, präsentierten Daniel Walther von der Firma Street Scooter und Thomas Kotowski von der Paul Gruppe. Es zeigt sich, dass die Produktpalette stetig erweitert wird und einige größere Unternehmen wie die Deutsche Post schon mittelfristig ihren Fuhrpark nahezu komplett auf „elektrisch“ umstellen werden. Um Lieferengpässen bei Elektro-Nutzfahrzeugen zu umgehen existiert auch die Möglichkeit, ältere Fahrzeuge in Form eines sogenannten Retrofits – also einer Art „Komplettsanierung“ inklusive Umrüstung auf elektrischen Antrieb – zukunftsfähig zu machen.



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Dr. Dominik Böckling, Leiter des Projektes „Elektromobilität im ländlichen Raum“ bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz, erläuterte in dem abschließenden Vortrag die Umweltaspekte der Elektromobilität und stellte aktuelle Förderprogramme vor. Trotz eines höheren Ressourcenverbrauchs bei der Herstellung sind Elektrofahrzeuge laut einer Studie des Bundesumweltministeriums über die gesamte Lebensdauer hinweg betrachtet einem Verbrennungsmotor überlegen. So stößt ein E-Auto im Vergleich zu einem Benziner derzeit von der Herstellung bis zur Entsorgung rund 30 Prozent weniger CO2 aus.

Neben den Vorträgen diskutierten die Unternehmer auch über die Herausforderungen, die sie aktuell beim Thema „E-Mobilität“ sehen. Einige Teilnehmer wünschen sich ein noch größeres Angebot bei den verfügbaren Nutzfahrzeugmodellen und eine bessere finanzielle Förderung, insbesondere für den Mittelstand. Doch in einem Punkt waren sich am Ende alle einig: Ohne eine nachhaltige Mobilitätswende sind die Mammutaufgaben Umwelt- und Klimaschutz nicht zu bewältigen.

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz informiert über Fördermöglichkeiten für Elektromobilität auf ihrer Webseite.


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