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Nachricht vom 10.09.2020    

SGD Nord: Arbeiten am Stollen in Dasbach abgeschlossen

Gute Nachrichten konnten durch die Mitarbeitenden der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord verkündet werden: Die Bewohner eines Privathauses können nach zwei Monaten des Wartens ihr Zuhause wieder in vollem Umfang nutzen. Die geländegängigen Bohrfahrzeuge sind abgerückt, der Beton in dem verfüllten Stollen und in den Hohlräumen unterhalb des Wohnhauses ist ausgehärtet.

Verfülltes Stollenmundloch. Foto: SGD Nord

Dasbach. „Ich bin erleichtert, dass der durch einen Bodeneinbruch zutage getretenen Bergbaustollen gesichert ist und die Bewohner jetzt nicht mehr beeinträchtigt sind. Alle Beteiligten haben gute Arbeit geleistet", freut sich SGD-Nord-Präsident Dr. Ulrich Kleemann. „Auch möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit mit den Bürgern vor Ort bedanken, mit denen unser Expertenteam im ständigen Austausch stand."

Die SGD Nord hatte sich Ende 2017 ein Bild von einem plötzlich zutage getretenen Bodeneinbruch gemacht. Um Klarheit über die Situation unter Tage und die damit verbundene Gefährdungslage an der Erdoberfläche zu erhalten, wurden Erkundungs- und Sicherungsmaßnahmen in Auftrag gegeben. Es wurde ein circa 1,80 Meter hoher und circa 90 Zentimeter breiter Stollen festgestellt, der zum Teil mit Wasser gefüllt war. Dieser endete nach etwa 28 Metern in einem Verbruch, der direkt unter einem Wohnhaus lag.

Mit den Arbeiten, die durch die SGD Nord, dem Landesamt für Geologie und Bergbau und einem ingenieurgeologischen Fachbüro intensiv betreut wurden, wurde ein im Altbergbau erfahrenes Unternehmen beauftragt. Dieses stellte im Juli fest, dass sich der Stollen hinter dem ersten Verbruch fortsetzte und dort ebenfalls eine geringe Wasseraufstauung lag. Der Stollen war abermals verbrochen. Zur Ermittlung der Ursachen und eventuell notwendiger, weiterer Sicherungsmaßnahmen, wurden erneut Bohrungen durchgeführt. Wegen des Verdachts, dass bei dem Herabfallen des ersten Verbruches Hohlräume zwischen der Stollenfirste und dem betroffenen Wohnhaus entstanden sein könnten, wurden zudem Bohrungen in einem flachen Winkel unter das Haus geführt. Der Verdacht bestätigte sich. Daher durften die Bewohner einen Wohnbereich aus Sicherheitsgründen bis zur Sanierung der Hohlräume (Verfüllung) nicht nutzen.

Diese Sicherungsarbeiten sind nun abgeschlossen. Jetzt muss nur noch ein Garten wiederhergerichtet werden – hier war der Tagesbruch gefallen und befand sich der Eingang in den Stollen (Stollenmundloch). Dazu wird aktuell die Ausschreibung durch die SGD Nord erstellt.


Lokales: Rengsdorf & Umgebung
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