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Nachricht vom 24.10.2020    

Kunst im Schloss: Jahresausstellung Kunstkreis 75 Engers

Von Helmi Tischler-Venter

Die diesjährige Jahresausstellung der renommierten Engerser Künstlervereinigung wurde am Freitagabend coronabedingt ohne offizielle Vernissage eröffnet. Die Vernissagen sorgten in den vergangenen Jahren regelmäßig für Besucherandrang. In diesem Jahr wird die Kunst zurückhaltender präsentiert. Die Schirmherrschaft hat nichtsdestotrotz Oberbürgermeister Jan Einig übernommen, der damit die Wichtigkeit der Bildenden Kunst für die Deichstadt manifestiert.

Kunst-Konglomerat am Fuß der barocken Treppe. Fotos: Helmi Tischler-Venter

Neuwied-Engers. Ein leuchtend roter geflügelter „Glücksbote“ von Gudrun Vielmuth begrüßt die Ausstellungsbesucher gleich zu Beginn. Am Samstag verhinderte eine Hochzeitsfeier das Betrachten der vielen schönen Kunstwerke im Erdgeschoss, lediglich der erste Stock war frei zugänglich. Dort stellt traditionell der Herr des Silbersees, Werner Scheidweiler neue Fotografien von Elementen seiner Erholungslandschaft aus und präsentiert Plastiken aus Holz und Stein, zum Beispiel „Beethoven“ und Jacques Offenbach, letzterer ist erkennbar an seinem Kneifer. Ein Franz-Stein ist im Entstehen, auf der Vorderseite ist Franz Liszt bereits aus dem Stein gehauen, die Rückseite ist für Schubert reserviert. An der Schmalseite des Steins stehen Moosstängel wie Borstenhaare ab. Scheidweiler sieht und integriert solche Feinheiten.

Günter Krummeich ist wieder mit Keramik vertreten, die teilweise beleuchtbar ist. Sein „Kopf mit Perücke und Zopf“ kommt ganz aktuell mit Kopfhörer und Mund-Nasen-Schutz daher. Der zweite Günter, Günter Bruchof setzt mit vielfältigen kleinen und ganz kleinen Steinchen Mosaike zusammen. Die Portraits und großen Landschaftsgemälde Sezai Danis nehmen vor dem Diana-Saal viel Raum ein. Sternzeichen in großen und ganz kleinen Formaten sind auf und um den Flügel gestellt, es handelt sich um Gouachen von Ilse Christiansen-Kappus.

Im Kontrast dazu stehen die Porzellanarbeiten von Ute Henne: Vasen, Dosen und Fliesen mit zarten Malereien und kleine Köpfchen mit Golddekors. Lilo Jaschik zeigt ihre leuchtenden Aquarelle in diesem Jahr mit Naturstudien, Landschafts- und Urlaubsmotiven. Auch Dieter Westermann aquarelliert, am eindrucksvollsten wegen der gelungenen Reduktion sind seine Hähne.



Die moderne Technik der Enkaustik wendet Sabine Koesters an und gestaltet damit Seebilder, Blumen und Abstraktionen. Brigitte Jung beschäftigte sich mit Tieren. Ihre Acrylgemälde „Frosch“ und „Tukan“ leuchteten am Samstag im Treppenbogen. Die übrigen Arbeiten waren im Erdgeschoss gegenüber der barocken Treppe zusammengeschoben.

Außer den genannten Künstlerinnen und Künstler stellten die Mitglieder Dieter Becker, Gemma Rest und Irmgard Stengel aus. Die Gastaussteller Bianca Dworatzek, Stefanie Hartung und Beate Thiel bereichern die Ausstellung mit außergewöhnlichen Werken. Thiels auffallende farbenfrohe Frauenkörper scheinen Lebens- und Experimentierfreude zu vermitteln.

Die Ausstellung kann bis zum 1. November unter Einhaltung der Corona-Richtlinien im Schloss Engers besucht werden am Sonntag, 25. Oktober von 11 bis 20.30 Uhr, am Dienstag, 27. Oktober von 17 bis 20 Uhr, am Donnerstag, 29. Oktober von 17 bis 20 Uhr, am Samstag, 31. Oktober von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag, 1. November von 11 bis 18 Uhr. htv


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