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Nachricht vom 12.11.2020    

SWN steigert Bilanzzahlen 2019 noch einmal gegenüber Vorjahr

Die Stadtwerke Neuwied (SWN) bleiben weiter in der Erfolgsspur. Der Jahresabschluss 2019 weist nicht nur erneut ein sattes Plus aus: Gegenüber dem Vorjahr fällt der Gewinn mit 1,917 Millionen Euro sogar um 245.000 Euro deutlicher aus als im Vorjahr. Die Bilanzsumme stieg auf 133 Millionen Euro.

Neuwied. Laut Geschäftsführer Stefan Herschbach bewegen sich die SWN in einem Umfeld, im dem einerseits Konstanz, andererseits aber auch der Mut zu neuen Wegen gefragt ist. „Wir wollen für unsere Kunden ein sicherer Versorger sein, der für bezahlbare Energiepreise steht. Es verbietet sich, im Markt wild zu spekulieren. Wie riskant das wäre, zeigen einige Insolvenzen im Jahr 2019.“ Man habe sich im Wettbewerb gut behauptet. „Zugleich steigen die Belastungen aus staatlichen Abgaben, die wir nicht beeinflussen können. Jüngstes Beispiel ist die CO2-Steuer auf Gas als neuer Bestandteil des Preises.“

Die Welt der Energieversorgung werde sich komplett verändern, so Herschbach: „Gegenüber der Energiewende war die Entflechtung mit der Trennung von Netz und Vertrieb ein Spaziergang.“ Ein gutes Finanzpolster sei daher unabdingbar, um innovative, zukunftsträchtige Modelle finanzieren zu können. So werde der Gassektor an Bedeutung verlieren: „Das ist ein langfristiger Prozess, aber darauf müssen wir uns einstellen. Das gilt umgekehrt auch für Energiedienstleistungen, die zunehmen werden: Diesen Markt wollen wir anderen nicht überlassen.“ So steigt auch dieses Mal die Eigenkapitalquote erneut und beträgt aktuell 39,2 Prozent und damit an der oberen Grenze der allgemeinen Empfehlungen von 30 bis 40 Prozent.

Große Posten waren in 2019 die energetische Sanierung des Verwaltungsgebäudes in der Hafenstraße, der Glasfaserausbau in den Industriegebieten Distelfeld und Friedrichshof oder der Ausbau in das Carsharing: „Beides sind Felder, die uns langfristig helfen, unsere Geschäfte zu sichern.“



„Wir brauchen die Stadtwerke“, macht Oberbürgermeister Jan Einig, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der SWN, deutlich: „Infrastruktur ist ein bedeutender Standortfaktor. Das können wir aus dem städtischen Haushalt gar nicht alleine finanzieren.“ Dieses Jahr habe das erneut verdeutlicht: „Durch Corona sprechen die Unternehmen mehr als je zuvor über das Thema Digitalisierung. Wir haben es im Rathaus selbst gesehen, wie durch Homeoffice und Videokonferenzen die Anforderungen an mehr Bandbreite in die Höhe schossen. Die SWN haben uns das Problem in kürzester Zeit gelöst.“ Wermutstropfen für den OB ist die Deichwelle: „2018 hatte man das vierte Rekordjahr in Folge, 2019 lag man nur knapp darunter. Das Bad hat ein großes Potential. Corona hat in diesem Jahr alles auf den Kopf gestellt.“

Neben der Energie- und Mobilitätswende sowie der städtischen Infrastruktur betont Einig das gesellschaftliche Engagement der SWN: „Zoo und Schlosstheater sind die prominententesten Beispiele. Aber mit der Herzenssache und der Coronahilfe für die Vereine haben die SWN vielen Vereinen die Existenz gesichert.“ Aktuell werden von den SWN an 55 Vereine 150.000 Euro als erweitertes Sponsoring ausgezahlt: „Das wird nicht alle Verluste decken, aber es sichert vielen Vereinen die Existenz.“ Das könne sich die Stadt als freiwillige Ausgabe nicht leisten. „Wir bekämen es von den Aufsichtsbehörden auch gar nicht genehmigt. Umso wichtiger, dass die SWN an unserer Seite stehen“, betont der OB.
(PM)


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