Werbung

Nachricht vom 01.12.2020    

Land fördert Unkel mit 500.000 Euro

Am Ende eines weltweit verseuchten Jahres erfüllt die Kulturstadt Unkel die Vokabel „Aufbruchsstimmung“ mit Leben. Der neue Phönix aus der Asche kam in Form eines „Förderbescheid der Städtebauförderung 2020 aus dem Bund-Länder-Programm `Lebendige Zentren´“. Hinter der Wortakrobatik verbirgt sich eine konkrete Fördersumme in Höhe von 500.000 Euro.

Bei Bauherr Klaus Hann (links) konnten sich im Rahmen der Übergabe des Förderbescheids (von links) Roger Lewentz, Gerhard Hausen, Rudolf Flachs, Sonja Klewitz, Karsten Fehr und der Markus Winkelbach exemplarisch ein Bild von der praktischen Umsetzung machen.
Foto: Thomas Herschbach für Kulturstadt Unkel

Unkel. Die Freude des Unkeler Stadtchefs gilt dabei auch der Aufteilung der Gelder. Denn neben den 365.000 Euro für die Aufwertung der Siebengebirgsstraße und des Bahnhofsumfelds entfallen rund 135.000 Euro der diesjährigen finanziellen Mittel auf die Förderung privater Sanierungsmaßnahmen. „Ein Paradebeispiel für die Motivation, gewachsene Bausubstanz auf Vordermann zu bringen, ist der Künstler Klaus Hann, der mit viel Engagement das ehemalige denkmalgeschützte „Armenhaus“ in der Lehngasse renoviert.

Mit der Förderung wird nicht nur Eigenleistung honoriert, sondern es werden vorbildhaft Anreize für weitere Hausbesitzer geschaffen, ebenfalls aktiv zu werden“, erklärt Gerhard Hausen und wird durch Zahlen bestätigt: Mit bis dato 30 Interessenten an einer förderfähigen Sanierung ihrer Immobilie, die bereits in der Beratung waren, „steht die Kulturstadt sehr gut da“, erklärt Rudolf Flachs, der bei der Verwaltung für Stadtsanierung und die zentrale Vergabe zuständig ist. In den vergangenen zwei Jahren konnten durch die Stadt immerhin bereits Fördermittel in Höhe von insgesamt etwa 160.000 Euro an private Hauseigentümer weitergegeben werden.

Wie Bürgermeister Karsten Fehr ergänzt, ist diese Aufbruchsstimmung nicht zuletzt dem unkomplizierten Zusammenwirken aller beteiligten Stellen zu verdanken: „Was nützen uns die besten Förderprogramme, wenn die Gelder nicht abgerufen werden können? Ich bin froh, dass wir durch Minister Lewentz die Förderung erhalten haben, Stadtbürgermeister Hausen die engen Kontakte zu den Bürger/innen pflegt und die Verwaltung durch Sonja Klewitz und Rudolf Flachs die ordnungsgemäße Verwendung der Mittel gewährleistet. Diese Kooperation ist exemplarisch für das gute Zusammenspiel der kommunalen Familie“, sagte Fehr.



Der Förderbescheid ist aber auch das Ergebnis einer erfolgreichen Systematisierung in Form des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts, das die für die Kulturstadt Verantwortlichen als strukturelle Grundlage für die Städtebauförderung entwickelt hatten. Oder wie es Minister Lewentz formulierte: Die Maßnahmen sind weitere Bausteine einer ganzheitlichen Entwicklungsstrategie, um die historische Altstadt zu stärken. Land und Bund unterstützen seit 2016 die Entwicklung des Fördergebiets und haben seither 950.000 Euro für Unkel bereitgestellt, die aktuelle Bewilligung nicht eingerechnet“.

Das Programm „Lebendige Zentren“ fördert die Erneuerung und Entwicklung von Innenstädten und Ortskernen, historischen Altstädten und Stadtteilzentren. Ziel ist die Stärkung der Zentren als nutzungsgemischte Orte für Wohnen, Arbeiten, Kultur und soziale Begegnung. Roger Lewentz: „Die Innenstädte sind das Gesicht unserer Städte und Gemeinden, sie prägen die Identität eines Ortes und sind die Zentren unseres Miteinanders“.


Lokales: Unkel & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Politik


Millionenzuschüsse für Kita-Ausbau im Kreis Neuwied

Der Landkreis Neuwied investiert kräftig in die Zukunft seiner Kindertagesstätten. Landrat Achim Hallerbach ...

Wahlsieg um jeden Preis? Kontroverser Schlagabtausch im Puderbacher Wahlkampf

Aufgrund der Stellungnahme von Sven Schür zu den Vorwürfen der Parteien SPD, Grüne und CDU hat sich nun ...

Puderbach: Kritik an Verhalten von Bürgermeisterkandidat

Im Verbandsgemeinderat Puderbach wächst die Sorge: Mitglieder mehrerer Fraktionen äußern sich kritisch ...

Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde Puderbach: Sven Schür

Im Hinblick auf die Wahl des Verbandsgemeindebürgermeisters in Puderbach stellen sich die Kandidaten ...

Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde Puderbach: Alexander Mohr

Im Hinblick auf die Wahl des Verbandsgemeindebürgermeisters in Puderbach stellen sich die Kandidaten ...

SPD Neuwied: Bürgerempfang 2025 mit prominenten Gästen

Beim Bürgerempfang der SPD Neuwied kamen zahlreiche Gäste zusammen, um über die politischen Herausforderungen ...

Weitere Artikel


Corona: Kinder und Familien in den Blick nehmen

Die Corona-Pandemie stellt kinderreiche Familien vor ganz besondere Herausforderungen. Zunehmend fallen ...

Happyend: Katze Lilly dank Chip nach acht Monaten wieder zu Hause

Happy End für Katze Lilly und warum chippen und registrieren so wichtig ist. Vor ein paar Tagen wurde ...

Hachenburger Brauerei macht Furore mit Adventsaktion

Die Westerwald-Brauerei in Hachenburg hat sich dieses Jahr zur Adventszeit eine ganz besonders flotte ...

Regionaler Arbeitsmarkt trotzt der Krise

Die Arbeitslosigkeit in der Region ist trotz erneuter gesetzlicher Beschränkungen im Zuge der zweiten ...

Witterungsbedingte Verkehrsunfälle nach einsetzendem Schneefall

Im Bereich der Polizeiautobahnstation Montabaur ereigneten sich in der Nacht vom 30. November auf den ...

Neuer Kreisel bei Krümmel fertig

Nach einer Bauzeit von gut drei Monaten ist der Umbau der Kreuzung L 267/ L 306 bei Krümmel in der Verbandsgemeinde ...

Werbung