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Nachricht vom 23.01.2021    

Erfolg beim Konzeptwettbewerb „Grüne Stadt- grünes Dorf“

Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz hat im Jahr 2020 den Sonderwettbewerb "Grüne Stadt - grünes Dorf" im Rahmen des Konzeptwettbewerbes "Nachhaltiger Wandel" initiiert.

Claudia Wolter, Claudia Braun und Michael Schneider tauschten erste Ideen für den Duft- und Nachgarten aus. Foto: Stadt Bendorf

Bendorf. Ausgezeichnet wurden Konzepte, die sich für eine naturnahe und nachhaltige Gestaltung im eigenen Ort engagieren, um diesen wieder grüner und lebenswerter zu machen. Im Rahmen dieses Wettbewerbs hat die Stadt Bendorf nun 1.500 Euro gewonnen. Die Idee, sich zu bewerben, entstand beim Workshop im Ideenkino zum Thema: „Bendorf und das Stadtklima: Bepflanzung der Zukunft unter Aspekten der Biodiversität.“

Der Wettbewerb der Kreisverwaltung war bereits ausgeschrieben und einige Teilnehmer, allen voran Stadträtin Elke Sodemann-Müller, tauschten sich zu möglichen Ideen für den Wettbewerb aus.

Im Nachgang des Workshops wurden viele Gespräche geführt, um ein Konzept zu erstellen – diese waren stark geprägt von der Diskussion um das Thema Schottergärten. Denn das Artenschwinden ist nicht ausschließlich ein globales Problem, sondern es beginnt wortwörtlich vor unserer Haustür. Das vermehrte Anlegen von Schotter- und Pflasterflächen, aber auch von reinen Rasenflächen, lässt kaum Platz für Tiere und blühende Pflanzen.

Auf der Suche nach einer geeigneten städtischen Fläche zur Umgestaltung, sahen die Stadtgärtner unter der Leitung von Michael Schneider Potenzial im Beet vor dem Rathaus 2 im Stadtpark.

Gemeinsam stellte man Überlegungen an, dieses Beet mit Vorbildcharakter umzugestalten, um zu zeigen wie aus einem wenig attraktiven, artenarmen Stück Grünfläche ein Ort der Artenvielfalt und Biodiversität mit heimischen Kräutern und Sträuchern entstehen kann. Das Projekt: „Duft- und Naschgarten“ war geboren.

Die Stadt Bendorf möchte als gutes Vorbild vorangehen. Die Umgestaltung des Beetes vor dem Rathaus 2 soll mit Bürgern und für Bürger unter Aspekten der Permakultur durchgeführt werden. Permakultur setzt im Kern auf das Prinzip, sich die natürlichen Kreisläufe und ökologischen Systeme eines Gartens zunutze zu machen. Die fachgerechte Beratung übernimmt die Permakultur-Expertin Claudia Wolter, die auch am Workshop im Ideenkino teilnahm.



„Mit fachgerechter Beratung können wir alle viel zur artenreichen und nachhaltigen Gestaltung mit heimischen Kräutern und Sträuchern lernen. Das Konzept eines „Duft- und Naschgartens“ sieht vor, essbare und insektenfreundliche Pflanzen zu setzen, die ein wahres „Schlemmerbuffet“ für Menschen und Tiere sind“, erklärt Claudia Wolter. Es soll herrlich blühen, die Sinne erfreuen und leckere Köstlichkeiten bereithalten – Pflücken ist erlaubt.

Die Planungen zur Beetgestaltung werden mit den städtischen Gärtnern besprochen. Ziel ist es außerdem, das Projekt seitens der Stadt so zu dokumentieren, dass die Bürger mit konkreten Anleitungen auch zu Hause im eigenen Garten für mehr Artenvielfalt sorgen können.

„Auch gemeinsame Pflanzaktionen mit Bürgern, die Hinweise zur Pflege und Kultivierung des Beetes direkt von unserer Expertin bekommen, können wir uns im April 2021 gut vorstellen“, so Claudia Braun von der Stadtverwaltung. Vielleicht gibt es auch Bürger, die die Patenschaft für das Beet in den ersten drei Jahren übernehmen möchten. Ziel der Permakultur ist, dass der Garten sich danach selbst überlassen werden kann.


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