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Pressemitteilung vom 03.04.2025
Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfälzische Wirtschaft in Sorge wegen US-Strafzöllen
Die neuen Strafzölle der USA unter Präsident Donald Trump bereiten der rheinland-pfälzischen Wirtschaft große Sorgen. Besonders betroffen sind regionale Wertschöpfungsketten, warnen die Industrie- und Handelskammern.
US-Strafzölle. (Foto: Martin Schutt/dpa)Mainz. Die rheinland-pfälzische Wirtschaft blickt mit Besorgnis auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle. Diese Zölle bedrohen nicht nur die transatlantischen Handelsbeziehungen, sondern haben auch direkte Auswirkungen auf die Wirtschaft des Bundeslandes, erklärte Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Die Vereinigten Staaten zählen zu den wichtigsten Handelspartnern von Rheinland-Pfalz. Im Jahr 2023 exportierten Unternehmen aus dem Bundesland Waren im Wert von etwa 5,8 Milliarden Euro in die USA. Der Schwerpunkt dieser Exporte lag auf Maschinen sowie pharmazeutischen und chemischen Erzeugnissen, so Rössel weiter. Allein der Maschinenexport in die USA belief sich auf 1,69 Milliarden Euro.

Viele Betriebe in Rheinland-Pfalz sind zudem als Zulieferer der Automobilindustrie fest in internationale Lieferketten integriert. "Die neuen Zollregelungen könnten diese Strukturen massiv belasten, mit Folgen bis in den Mittelstand hinein", warnte der Hauptgeschäftsführer.
(dpa/bearbeitet durch Red)

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